Kreis Heinsberg - Die Helfer aus dem Kreis werden „super aufgenommen“

Die Helfer aus dem Kreis werden „super aufgenommen“

Von: disch
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Schnell startklar für den Einsatz: Auch Helfer vom Deutschen Roten Kreuz wurden für den Hochwassereinsatz in Marsch gesetzt. Foto: DRK
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Das Elbe-Hochwasser hat einen Großeinsatz von Helfern ausgelöst: In Magdeburg sind viele Kräfte aus dem Kreis Heinsberg vor Ort. Foto: dpa

Kreis Heinsberg. „Die Lage entspannt sich so langsam“, berichtete Hans-Hubert Plum aus Geilenkirchen, der stellvertretende Kreisbrandmeister, als er am Dienstagmittag in Magdeburg telefonisch zu erreichen war.

In der Hauptstadt Sachsen-Anhalts, wo sich zuvor die Lage angesichts des Rekordhochwassers der Elbe dramatisch zugespitzt hatte, gehört Plum dem Stab an, der alle Einheiten aus Nordrhein-Westfalen dort vor Ort führt. Und Plum war voll des Lobes für alle Kräfte, die den Kampf gegen die Fluten aufgenommen haben und in welcher Form auch immer an dem Einsatz beteiligt sind: „Unsere Kameraden haben ihren Auftrag hervorragend gemeistert.“ Zwar liege der Pegelstand noch immer über den Werten vom Hochwasser 2002, doch die Tendenz sei fallend, so Plum am Dienstag. Gerade hatte eine Schulklasse dem Stab ein Ständchen gebracht – als Dankeschön für die Hilfe. Diese Geste war zugleich auch ein Symbol für das Echo, das die Helfer in Magdeburg erfahren: „Wir sind super aufgenommen worden von der Bevölkerung“, freute sich Plum.

Wie berichtet, waren rund 75.000 Sandsäcke aus dem Kreis Heinsberg in den Raum Magdeburg gebracht worden. Groß ist aber auch das Aufgebot der Helfer aus dem Kreis: Neben Plum waren auch der Wegberger Wehrleiter Dietmar Gisbertz sowie Klaus Bodden von der Feuerwache Wegberg, der am Dienstag vom Geilenkirchener Wehrleiter Michael Meyer abgelöst werden sollte, in die mobile Führungsunterstützung berufen worden, welche die Einsatzleitung der Stadt Magdeburg und den Krisenstab dort in einem Drei-Schichten-Rhythmus unterstützt.

Auch drei Kräfte der Informations- und Kommunikationseinheit und ein Logistikfahrzeug mit zweiköpfiger Besatzung sind von der Feuerwehr aus dem Kreis dabei. Schließlich war eine gemischte Katastrophenschutzeinheit des Kreises Heinsberg, bestehend aus Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes, nach Magdeburg ausgerückt; sie hatte am Dienstag eine Stärke von mehr als 50 Kräften erreicht. Ihre Aufgabe besteht darin, einen Betreuungsplatz im Einsatzgebiet einzurichten und zu betreiben; vorläufige Unterkünfte mit Zelten, Feldbetten und Decken.

Neben Fahrzeugen von DRK und MHD wurden zudem ein Wechselladerfahrzeug mit Besprechungscontainer und ein Einsatzleitwagen des Kreises sowie ein Einsatzleitwagen des Rettungsdienstes entsandt. Aber auch ein Tauchtrupp der DLRG als Bestandteil eines Wasserrettungszuges sowie THW-Einheiten aus dem Kreis Heinsberg sind nach Informationen der Leitstelle in Erkelenz im Hochwassereinsatz.

„Unsere Helferinnen und Helfer wurden jahrelang für derartige Einsätze ausgebildet und haben unzählige Übungseinsätze hinter sich, aber jetzt wird es ernst“, sagte DRK-Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Zoons. „Ich finde es fantastisch, dass wir über Nacht in der Lage sind, so viele Helferinnen und Helfer auf den Weg zu bringen“, so Dr. Michael Vondenhoff, Vorsitzender des Kreisverbands. „Unsere ehrenamtlichen Helfer sind gut ausgebildet und unser Material bestens vorbereitet“, erklärte Marco Milde, Leiter der Malteser-Einsatzdienste im Kreis Heinsberg. „Jeder Einsatz ist jedoch individuell. Wir hoffen, den Menschen in den Flutgebieten helfen zu können und neue Erfahrungen zu sammeln.“

Möglicherweise werden am Donnerstag weitere Feuerwehrleute aus der Region nach Sachsen-Anhalt entsandt. Sie sollen dort die Brandschutzbereitschaft übernehmen wie auch Aufgaben im Bereich des Hochwasserschutzes. Diese personelle und materielle Unterstützung aus dem Kreis Heinsberg soll aus den Freiwilligen Feuerwehren aller kreisangehörigen Städte und Gemeinden rekrutiert werden.

Landrat Pusch am Dienstag: „Die Helfer aus der Region, die in Magdeburg rund um die Uhr im Einsatz sind, sind überwiegend ehrenamtliche Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren und der Hilfsorganisationen. Ich möchte diesen Kräften schon jetzt für ihren Einsatz danken, aber auch den Arbeitgebern, die zwar verpflichtet sind, diese Mitarbeiter freizustellen, aber dafür in der Regel auch viel Verständnis zeigen.“

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