„Die Heinselmänner” helfen

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Kreis Heinsberg. Der Verein „Die Heinselmänner” - unter Vorsitz von Landrat Stephan Pusch - hat es sich zur Aufgabe gemacht, unverschuldet in Not geratenen Menschen im Kreis Heinsberg zu helfen. Nun ist ein besonders tragischer Fall in den Fokus des gemeinnützigen Vereins geraten: Der schwerverletzte Colin braucht Hilfe!

Anfang September hatte Harry Lemoine seinen siebenjährigen Sohn Colin mit zum Baumarkt genommen. Durch äußerst unglückliche Umstände kippte der vollgeladene Einkaufswagen auf den kleinen Jungen und begrub ihn unter sich. Dabei kam es zu schwersten Verletzungen, die zunächst über Wochen im Krankenhaus Maastricht behandelt werden mussten. Um größere Schäden zu vermeiden, musste das Rückgrat des Jungen versteift werden. Colin befindet sich derzeit in der Reha in Valkenburg. Mittlerweile kann der Junge wieder sprechen und seinen Körper oberhalb der Gürtellinie bewegen, der Unterkörper wird aber wohl noch für lange Zeit unbeweglich bleiben, sodass Colin auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Das Ehepaar Lemoine, Harry und Michaela, beide Mitglieder der Schaustellerfamilie Lemoine und wohnhaft in Selfkant-Hillensberg, muss nun sein Haus behindertengerecht umbauen lassen.

Aufmerksam wurden die Heinselmänner auf diesen tragischen Unfall durch eine Aktion der Astrid-Lindgren-Schule in Selfkant-Süsterseel. Die Schule, die Colin bis zu seinem Unfall besuchte, informierte alle Eltern über einen Flohmarkt zugunsten von Colin, der am Samstag, 19. November, von 13 bis 16 Uhr stattfinden wird. Über die Schule wird es für jeden die Möglichkeit geben, mit Sach- oder Geldspenden der Familie Lemoine und dem kleinen Colin zu helfen, sich auf die neue Lebenssituation vorzubereiten.

Die Heinselmänner möchten dieses großartige Engagement würdigen und werden der Familie Lemoine 5000 Euro für die nötigsten Maßnahmen zur Verfügung stellen.

Der Verein „Die Heinselmänner” war - wie berichtet - von Mitarbeitern der NetAachen ins Leben gerufen worden. „Dieses großartige Engagement muss belohnt werden”, fand Andreas Schneider und gab dem Verein ein Startkapital von 10.000 Euro mit auf den Weg. Und für jeden Neukunden der ­NetAachen im Kreis Heinsberg fließen zehn Euro in die Vereinskasse. „Wir möchten mit dem Verein hier vor Ort schnell und unbürokratisch Hilfe leisten, wo diese gebraucht wird”, so Schneider, „es gehört zu unserer Unternehmensphilosophie, dass wir einen Teil des von uns erwirtschafteten Gewinns zurück in die Region fließen lassen.” Auf diesem Weg seien zwischenzeitlich schon ansehnliche Beträge in die Kasse des gemeinnützigen Vereins und von dort zu Hilfsbedürftigen geflossen, teilte NetAachen mit.
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