Die Goldene Schlemmer-Ente fliegt über eine rasende Currywurst

Von: disch
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Stolz auf sein preisgekröntes „Bratwerk“-Geschäftskonzept und auf sein ausgezeichnetes Streetfood-Kochbuch: Fernsehkoch Mario Kotaska wird mit der Goldenen Schlemmer-Ente geehrt. Foto: imago / Future Image
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Der Goldschmiedemeister und die Goldene Schlemmer-Ente: Roland Simons präsentiert ... Foto: Koenigs
Schlemmer-Ente
... die Auszeichnung für Fernsehkoch Mario Kotaska. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Bereits seit 1997 würdigen die Veranstalter des Schlemmer-Marktes Rhein-Maas und unsere Zeitung Verdienste um die Förderung der Ess- und Trinkkultur mit der Goldenen Schlemmer-Ente. Am kommenden Donnerstag wird der güldene Ehrenpreis bei der Eröffnung der kulinarischen Großveranstaltung in Wassenberg wieder einmal überreicht.

Seit 2007 ist die Auszeichnung stets ein Werk aus der Wegberger Goldschmiede Simons. Auf einem Entwurf von Christian Walter basierend, wird die Goldene Schlemmer-Ente in ­einem Gussverfahren in 925er Sterling-Silber aus der Taufe gehoben. Da wird gefeilt, geschmirgelt und poliert, da werden die Wolken von Hand aus Silberblech ausgesägt und verfeilt. Und die Ente wird galvanisch veredelt: erst einmal, um ihr eine „Haut“ aus 750er Gelbgold zu verschaffen, und dann noch einmal, um Schnäbeln und Augen, Flügelpartien und ­Entenfüßen wie auch den Wolken Silberglanz zu verleihen; Rhodinierung heißt dieser Vorgang in der Fachsprache.

Was macht der Preisträger? Was zeichnet ihn aus? Wie setzt er sich von anderen ab? Diese Fragen beschäftigen Roland Simons, wenn die zu ehrende Persönlichkeit ­feststeht. Denn die Schaffung einer persönlichen Note für die Goldene Schlemmer-Ente ist die besondere Herausforderung – „und das macht ja auch Spaß“, so Roland Simons.

Da kam mit Blick auf Fernsehkoch Mario Kotaska als den diesjährigen Preisträger die Currywurst ins Spiel: „Alles begann mit der Idee, die beste Bratwurst mit der besten Currywurstsoße zu kombinieren“, hat Kotaska zu seiner Geschäftsidee, die Firma „Bratwerk“ zu gründen, gesagt.

Die Marke sollte für Top-Qualität und einzigartigen Geschmack im Imbissbereich stehen. Mit speziell nach seinem ­Rezept hergestellten Würsten, Soßen und Gewürzmischungen sollte aus der Currywurst „das Feinste vom Feinen“ herausgeholt werden. Imbiss-Klassiker in Gourmet-Qualität sollten im wahrsten Sinne des Wortes auf die Straße gebracht werden. Eine Idee mit Erfolg: 2013 erhielt Kotaska für dieses Geschäftskonzept den Gastro-Stern.

So reifte bei Roland Simons der Gedanke, die Goldene Schlemmer-Ente für Mario Kotaska über „eine rasende Currywurst“ fliegen zu lassen. Um diese Currywurst aus Sterling-Silber zu schaffen, hat er eine uralte Technik angewendet, die bereits von frühen Hochkulturen in der Bronzezeit genutzt worden sein soll, um plastische Schmuckstücke herzustellen: das Ziselieren. Dabei wird mit einem Hammer, der auf verschieden geformte Stahlwerkzeuge, sogenannte Punzen, geschlagen wird, das Metall verformt.

Als Arbeitsunterlage dient eine mit Ziselierkitt gefüllte Eisenkugel, auf der das Metallblech durch Erhitzen des Kittes fixiert wird. Die vier Räder, die bei der rasenden Currywurst nicht fehlen dürfen, wurden aus Silberstreifen gefertigt: gewalzt, rundgezogen und gebogen. Und sogar an eine Abgaswolke (ohne Dieselrußpartikel, versteht sich!) hat der im positiven Sinne detailverliebte Roland Simons gedacht.

1984 hatte Roland Simons seine Goldschmiedelehre in Mönchengladbach begonnen. Seit 1995 ist er Goldschmiedemeister und staatlich geprüfter Gestalter. Und seit diesem Jahr besteht auch die Goldschmiede Simons in der Passage Alt Berk in Wegberg. „Als überzeugte Handwerker fertigen wir aus edelsten Metallen und Steinen nach eigenen Entwürfen zeit­genössischen, individuellen Schmuck“, so lautet die Philosophie der Goldschmiede.

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