Die Glocke muss zum Gebet tiefer klingen

Von: dn
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Zur 700-Jahrfeier von Bellinghoven montierten Lorenz Wendelin, Günter Schmitz und Gottfried Seegers (v.li.) die neue Glocke im Türmchen der Kapelle - ein langgehegter Wunsch der Kapellengemeinde. Foto: Dahmen

Erkelenz-Bellinghoven. Das Dorf Bellinghoven mit dem Dorfweiher „Maar” als Mittelpunkt wird am 18. März 1309 in einer Gerichtsakte erstmals urkundlich erwähnt. Das war also vor 700 Jahren.

Dieses Datum gilt für die Dorfbewohner vorerst als Geburtsdatum des Dorfes, obwohl Bellinghoven sicher älter ist. Dieser runde Geburtstag wurde bereits zum Anlass genommen, das traditionelle Sommerfest im Juni mit Wasservehikelrennen, viel Geselligkeit und Wasserspiele unter dem Motto „700 Jahre Bellinghoven” zu feiern.

Inzwischen wird die große „700-Jahrausstellung” mit Dokumenten, Fotos, historischen Karten und vieles mehr für den 29. und 30. August vorbereitet. Rechtzeitig vor Eröffnung der umfangreichen Dokumentation erfüllte sich die Kapellengemeinde einen großen Wunsch: Glockenaufzug an der Kapelle.

Während des Sommerfestes war die neue Glocke beim Gottesdienst von Pastor Dieter Plewnia geweiht worden. Die Glocke ist 15 Kilogramm schwer und wurde in der Glockengießerei H. August Mark in Brockscheid nahe Daun gegossen. Sie ersetzt das alte und kleinere Glöckchen, dessen Alter nicht bekannt ist.

Nach den Schäden und Abnutzungsspuren zu urteilen ist sie uralt. Vermutlich datiert sie noch aus dem Jahre 1824, als die Kapelle gebaut und das dort stehende Missionskreuze am Liesenweg aufgestellt wurde. Der helle Klang der Glocke gefiel den Bellinghovener schon lange nicht mehr. Einen tieferen Ton sollte die neue Glocke schon haben. Das durch Wind und Wetter morsch gewordene Türmchen war 1991 erneuert worden und dabei der Wunsch nach einer neuen Glocke zum ersten Mal geäußert worden.

Bei der Montage mit Lorenz Wendelin, Günter Schmitz und Gottfried Seegers war ein schöner und tieferer Ton zu hören. Dieser Klang gefiel den interessierten Zuschauern. Die neue Glocke wird die Dorfbewohner künftig zum Gebet, Rosenkranz, Maiandacht, Gedenken verstorbener Mitbewohner und Festlichkeiten einladen. Das alte Glöckchen dagegen erhält im Dorfarchiv einen Ehrenplatz.
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