Kreis Heinsberg - Die GEW erwartet eine „harte Tarifrunde“

Die GEW erwartet eine „harte Tarifrunde“

Von: koe
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Bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wurden langjährige Mitglieder geehrt. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Die Ehrung langjähriger Mitglieder und ein Referat des neuen zweiten Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Sebastian Krebs, über die Tarifrunde 2015 standen im Mittelpunkt einer Mitgliederversammlung der Kreis-GEW im Hückelhovener Hotel am Park.

Bei der Mitgliederversammlung standen insgesamt 24 Jubilare auf der Ehrungsliste; wobei nicht alle dem Treffen beiwohnen konnten. Bereits 55 Jahre Mitglied sind Ursula Aming, Bärbel Bethke, Gunter Bethke, Werner Hetzel und Helga Wigger. 45 Jahre gehören Erwin Henke und Hermann Seekircher der Gewerkschaft an. Auf eine 40-jährige Mitgliedschaft konnten Sepp Becker und Hubertine Casteel-Spiertz zurückblicken. Seit 35 Jahren engagieren sich in der GEW Renate Funk, Eckard Klotz, Marlene Klotz, ­Guenther Mirbach, Elisabeth Neumann, Rudolf Neumann, Christa Sporckmann und Agnes Wiever-Becker. Vor 30 Jahren traten ­Hannelore Nestler und Renate Troschke der Gewerkschaft bei. Und seit 25 Jahren sind Christel Honold-Ziegahn, Udo Lassen, Wolfgang Lindner, Diana Ochmann und Hans-Jürgen Reinecke Mitglied der GEW.

Sebastian Krebs stimmte die GEW-Mitglieder in seinem Referat auf die Tarifrunde 2015 ein. Demnach fordert die Bidlungsgewerkschaft 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens 175 Euro, und einen Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte. „Seit 2006 halten uns die Arbeitgeber der Länder hin und verweigern den angestellten Lehrkräften, der größten Beschäftigungsgruppe im öffentlichen Dienst der Länder, einen Eingruppierungstarifvertrag. Wie in allen Bundesländern werden auch in NRW angestellte Lehrerinnen und Lehrer auf Grundlage einseitig diktierter Arbeitgeber-Richtlinien und -Erlasse vergütet“, so der Referent.

Diese Form der Bezahlung nach Gutsherrenart sei weder zeitgemäß noch demokratisch, zudem widersprüchlich und ungerecht. Erstmals hat es laut Sebastian Krebs schon vor der Tarifrunde seit September vergangenen Jahres Verhandlungen von GEW und den Arbeitgebern über grundsätzliche strukturelle Fragen einer Entgeltordnung für Lehrkräfte gegeben. Die Eingruppierungsvorschriften für die Lehrkräfte, welche die Voraussetzungen für eine Verbeamtung erfüllen, sollten sich – so der Wille der Arbeitgeber – weiterhin an den Besoldungsvorschriften für vergleichbare Beamtinnen und Beamte orientieren. Dieses Zugeständnis habe die GEW aber an ­eigene Forderungen geknüpft, die durch eine tarifliche Entgeltordnung erfüllt werden sollten.

Insbesondere werde gefordert, die Entgeltgruppen den numerisch entsprechenden Besoldungsgruppen zuzuordnen. Bisher seien die Tarifbeschäftigten immer eine Gehaltsstufe niedriger bezahlt worden als die Beamten. Sebastian Krebs ging in seinen Ausführungen von einer „harten Tarifrunde“ aus. Man sei aber gut vorbereitet und werde auch zum Mittel des Streiks greifen, sollten die Verhandlungen ins Stocken geraten.

Auch die GEW-Kreisvorsitzende Marlene Klotz stellte dazu fest: „Die GEW will gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften eine ­kräftige Gehaltssteigerung für alle ­Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst erreichen. Das Tarifergebnis soll auch auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. Das darf aber nicht zu Lasten der angestellten Lehrerinnen und Lehrer gehen, die endlich eine tarif­liche Eingruppierung brauchen. Nur mit einer starken Gewerkschaft können wir bei der dies­jährigen Tarifrunde erfolgreich sein.“

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