Kreis Heinsberg - „Die Geliebte des Mörders“: Hastenraths Will und die Mafia

„Die Geliebte des Mörders“: Hastenraths Will und die Mafia

Von: Helmut Wichlatz
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Nächster Fall für den Landwirt der Herzen: Christian Macharski lässt Hastenraths Will wieder ermitteln. Foto: Helmut Wichlatz

Kreis Heinsberg. Wenn geballte dörfliche Kriminalkompetenz auf hartgesottene und skrupellose Unterweltgrößen trifft, ist es Zeit für den Landwirt der Herzen, mit den Ermittlungen zu beginnen und erneut die Welt – oder zumindest einen Teil von ihr – zu retten. Die Rede ist vom ewigen Dorfvorsteher und Kult-Ermittler Hastenraths Will aus dem virtuellen und deshalb umso authentischeren Ort Saffelen.

Mit „Die Geliebte des Mörders“ präsentiert Christian Macharski den mittlerweile siebten Krimi seines eigenwilligen Helden. Er knüpft dort an, wo vor drei Jahren der letzte Krimi „Die Höhle des Löwen“ endete. Nur wird diesmal alles noch schlimmer, verspricht der 47-jährige Comedian.

Ans Herz gewachsen

Denn diesmal legt sich Will mit niemand geringerem als der Mafia selbst an. Zum Glück ist er mit dieser Aufgabe nicht auf sich allein gestellt, denn Kreisliga-C-Legende Richard Borowka und der latent sensible Jungvater Fredi Jaspers unterstützen ihn so gut oder schlecht es geht. Für bislang Unbedarfte: Was sich ein wenig nach Klamauk und eben Comedy anhört, entpuppt sich bei der Lektüre als intelligent konstruierte und rasante Geschichte, die den Leser immer wieder mit durchaus unerwarteten Wendungen konfrontiert.

Der einzige Unterschied zu ernsthafteren Kollegen Macharskis besteht in den schrulligen Charakteren, die teilweise aus den Tiefen des ehemaligen Rurtal-Universums stammen und den Stammlesern geradezu ans Herz gewachsen sind. Sein Genre innerhalb der breitgefächerten Welt der Kriminalliteratur beschreibt Macharski als „lustigen Psychothriller irgendwo zwischen Thomas Mann und Rosamunde Pilcher“.

Der Fall beginnt für den Landwirt, der gerade seinen Hof zum Erlebnishotel umbaut, als der verschollen geglaubte Kommissar Kleinheinz plötzlich auf der Bildfläche erscheint. Im Schlepptau hat er eine wichtige Kronzeugin. Diese gilt es bis zum Prozess sicher und unerkannt unterzubringen. Leser, die Macharskis Dorfkrimis kennen, wissen spätestens jetzt, wo das Problem und damit der Anfang der Handlung steckt: in den Worten „sicher“ und „unerkannt“.

Mit „Die Geliebte des Mörders“ kann man nichts falsch machen. Das Buch empfiehlt sich als Geschenk und als Lektüre gleichermaßen.

Multimedial

Passend zum neuen Krimi gibt es natürlich wieder eine Lesetour durch die Region. Dafür hat sich Macharski wieder einiges einfallen lassen. Denn er setzt auf multimediale Unterstützung. Auf einer Leinwand erscheint der Kult-Ermittler immer wieder live bei der Lesung, um zum Beispiel knifflige Passagen oder Zusammenhänge wortreich zu erläutern.

„Mittendrin statt nur dabei“ lautet deshalb auch das Motto der sechs Leseabende, von denen fünf im Kreisgebiet stattfinden. Nur am 24. November verlässt der Autor den Kreis für eine Lesung im Jülicher Kulturbahnhof. „Die Geliebte des Mörders“ erscheint am Freitag, 11. November, im Buchhandel.

Die Geliebte des Mörders, Hastenraths Wills siebter Fall.
paperback Verlag, 288 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 978 – 3 – 9816638-6-0

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