Kreis Heinsberg - Die Erwerbslosenberatung: Ein Netzwerk der Hilfe

Die Erwerbslosenberatung: Ein Netzwerk der Hilfe

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Danuta Dorosz wurde als Leiterin der neuen Erwerbslosenberatungsstelle in der Region Heinsberg von Theo Sommer und von Ralf Linnartz(r.) in Erkelenz willkommen geheißen. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Alle reden vom Aufschwung. Die Parole von der Vollbeschäftigung macht wieder die Runde. Doch immer noch gibt es eine nicht geringe Zahl von Langzeitarbeitslosen, die bei der Arbeitsagentur und den Argen nur schlecht beraten werden können. Ihnen bietet die Erwerbslosenberatungsstelle im Kreis Heinsberg Rat und Hilfe.

Das Projekt wird von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und anderen katholischen Organisationen angeboten und ist zunächst auf zwei Jahre beschränkt. In Erkelenz und Gangelt bietet der mobile Beratungsdienst persönliche Hilfe für Langzeitarbeitslose. Dabei geht es auch Rat für die Antragstellung oder den Weg in die Selbständigkeit. „Ein persönlicher Kontakt und offene Ohren für ihre Probleme sind wichtig für die Arbeitslosen”, betont Alfons Bäumer vom KAB-Bistumssekretariat. „Die Beratungsstelle nimmt eine Lotsenfunktion ein, zum Beispiel auch bei der Schuldnerberatung.”

Mit der Sozialpädagogin Danuta Dorosz konnte eine Beraterin gefunden werden, die sich in dem Bereich auskennt und schon Erfahrung in der Beratung von Langzeitarbeitslosen sammeln konnte. Dorosz ist Sozialpädagogin und hat unter anderem auch schon in einer Arge gearbeitet. Ihr Beratungsangebot versteht sich nicht als Konkurrenz zu den Jobcentern. Vielmehr sei es eine ergänzende und sehr individuelle Beratung, wie sie bei der Eröffnung der Beratungsstelle im Kolpinghaus betonte.

Sie vermittelt und begleitet, wenn die Antragsteller Probleme mit den offiziellen Anlaufstellen haben, kontrolliert die Berechnungsbescheide und leistet persönliche Hilfe bei Fragen, die über die Arbeitslosigkeit hinausgehen. „Arbeitslosigkeit hat auch psychische Auswirkungen, die oftmals die ganze Familie betreffen”, weiß auch Theo Sommer. Der Vorsitzende der Erkelenzer KAB-Gruppe erklärte, dass man gerne bereit war, die mobile Beratungsstelle in Erkelenz in den Räumen der KAB aufzunehmen. „Das Beratungsangebot rundet unsere Angebote sinnvoll ab”, erklärte er.

Die Beratungsstelle wird zu 80 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und vom Land NRW getragen. Die Projektförderung läuft zunächst über zwei Jahre. Darüber hinaus sind die katholischen sozialen Einrichtungen der Region mit im Boot. Caritas, AMOS, der Katholikenrat sowie der Berufsverband der KAB und das Büro der Dekane haben sich zusammengetan.

Die Erwerbslosenberatungsstelle in Erkelenz im Kolpinghaus am Johannismarkt 15, ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie dienstags zusätzlich von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Die Beratungsstelle an der Gaterstraße 61 in Gangelt-Birgden ist montags von 9 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 16.30 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Beraterin Danuta Dorosz ist unter 0157-83297560 oder per Email an Beratung-Heinsberg@bistum-aachen.de erreichbar. Eine Terminabsprache ist ratsam. Ehrenamtliche Mitarbeiter sind willkommen.

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