Die „Chaoten” gehen von der Bühne

Von: agsb
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„Charly´s Brass(el)-Band war
„Charly´s Brass(el)-Band war ein Markenzeichen in der Region, am Samstag folgt das Abschiedskonzert nach 36 Jahren. Repro: agsb

Selfkant-Saeffelen. „Aus der Not eine Tugend machen” - dieses Motto könnte Pate gestanden haben, als vor 36 Jahren Charlys-Brass(el)-Band gegründet wurde. Am kommenden Sonntag gibt sie ihr Abschiedskonzert.

Als sie entstand, im Jahr 1976, gab es im Saeffelener Junggesellenclub Kütte-Männ zwar einige heiratswillige junge Männer, aber leider nicht mehr den gewohnten musikalischen Rahmen bei der Hochzeitsfeier durch die damals bekannte Tanzkapelle MuV (Mobers und Vraetz). Diese hatte sich im Jahre 1975 aufgelöst.

Um die Hochzeitsfeiern wie bisher musikalisch gestalten zu können, scharten sich um die ehemaligen MuV-Musikanten einige Bläser und Trommler, zumeist aus den Reihen des Musikvereins St. Gregorius. Und so waren die Hochzeitsfeiern mit zünftiger Blasmusik gerettet. In Saeffelen und Umgebung wurde man auf diese neue Zwölf-Mann-starke Kapelle aufmerksam, schon bald kamen erste Anfragen.

Aus dem musikalischen Kopf der Truppe, Karl Mobers, wurde kurzerhand „Charly” und mit einem Schuss Selbstironie erweiterte man die „Brass”- zur „Brassel-Band” - was im Platt soviel wie chaotisches Durcheinander-/Panikorchester bedeutet. Und so schnell sich die Gruppe zusammengefunden hatte, so schnell wurde sie auch bekannt und sollte zum musikalischen Markenzeichen einer Region werden.

Durch personelle Veränderungen und instrumentale Erweiterungen mit Keyboards, E-Gitarre und E-Bass wurde die Band immer moderner und fetziger. Unter Bandleader Mobers, der immer wieder selbst einen Teil der Titel arrangierte, erarbeitete man sich ein breit gefächertes Repertoire, das natürlich im Laufe der Jahre dem Zeitgeschmack angepasst wurde.

Ein erster Schritt zum modernen Sound waren in den 80er Jahren die Happy-Polkas von James Last. Neben den swingenden Bigband-Klassikern von Glenn Miller und den Standardrhythmen lateinamerikanischer und traditioneller Tanzmusik wurden Erfolgstitel aus den Bereichen volkstümliche Stimmungsmusik und Alpenrock, Evergreens aus der Popmusik und Schlager-Oldies ins Programm aufgenommen. Gerade diese musikalische Vielfalt mit viel Gesang ist zum Erkennungs- und Markenzeichen von geworden.

Dass diese Mischung bei Jung und Alt gut ankommt, zeigen die vielen erfolgreichen Auftritte zu den unterschiedlichsten Anlässen in der näheren und weiteren Umgebung. Wenn die 14 Musiker mit den Frontleuten Arno Vraetz und Heinz (Büff) Ernst loslegten, ging die Post ab. Wie die Statistik von Günter Mobers und Willi Vraetz belegt, hatte die Band weit über 200 Auftritten.

Zu den Highlights zählen die Oktoberfeste beim Awacs-Oktoberfest auf der Nato-Airbase (15 mal). Weitere Höhepunkte waren die meist fünftägigen Fahrten nach St. Kathrein beziehungsweise Anger in der Steiermark. Nach dem ersten Kontakt bei einem Gastspiel der „Kathreiner Musikanten” 1985 in Breberen hat sich eine regelrechte Musikfreundschaft entwickelt.

Das Abschiedskonzert findet in der Festhalle Breberen am Samstag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr statt. Mit von der Partie sind die Büsch-Band aus Tüddern und die Musikfreunde von den Sunny Pipers.
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