Die CDU gibt im Kreis weiter klar den Ton an

Von: disch
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Der alte und neue Landrat des Kreises Heinsberg an der Wahlurne: Am Dienstag wurde Christdemokrat Stephan Pusch - hier auf einem Archivbild von der KOmmunalwahl im August - für eine weitere Legislaturperiode als Landrat des Kreises Heinsberg vereidigt. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Im Heinsberger Kreishaus konnten die Kommunalpolitiker und Anhänger der CDU am Sonntagabend gelassen das Eintreffen der Kommunalwahlergebnisse auf den Leinwänden im großen Sitzungssaal verfolgen: Zumindest auf der Kreisebene gibt die Union weiter klar den Ton an.

So löste Landrat Stephan Pusch nicht nur das „Ticket” für eine zweite, nunmehr sechsjährige Amtszeit, sondern er konnte sich dabei sogar über einen satten Zuwachs von 4,6 Prozentpunkten freuen. Auch wenn die Vorzeichen bei der CDU im Kreistag anders aussahen (mit einem Minus von 3,0 Prozentpunkten), so blieb auch ihre absolute Mehrheit am Ende ungefährdet.

Mit 51,8 Prozentpunkten, dem Gewinn aller 27 Direktmandate und nun 28 von 54Sitzen im Kreistag können die Christdemokraten weiter alleine „regieren”. Der Landrat ließ in einer ersten Reaktion am Abend Freude und Verantwortungsgefühl zugleich erkennen: „Das ist ein Super-Bombenergebnis, zugleich aber auch eine Verpflichtung für mich den Bürgern gegenüber.”

Unterm Strich sprach er beim Blick auf die Sitzverteilung im Kreistag von „stabilen Verhältnissen”. Die SPD ist zwar weiterhin die stärkste Oppositionspartei, doch musste sie einen Verlust von sechs Prozentpunkten bei der Kreistagswahl einstecken.

Landratskandidat Michael Stock, der auch um 5,8 Prozentpunkte schlechter abschnitt als Franz-Josef Fürkötter für die Sozialdemokraten im Jahr 2004, war „enttäuscht”.

Während Grüne und FDP wieder jeweils auf fünf Sitze kamen, sprangen für die Linke und die UB-UWG jeweils zwei Mandate heraus. Die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte NPD kam auf 1,6 Prozent und damit erneut auf einen Sitz.

In Städten und Gemeinden gab es Turbulenzen: So stürzte die Opposition aus SPD, FDP, Grünen und Bürgerliste in Geilenkirchen den CDU-Bürgermeister Andreas Borghorst: Thomas Fiedler wird das Amt übernehmen. Und auch die absolute Mehrheit der Union im Rat ist „futsch”. In Übach-Palenberg stellt die CDU mit Wolfgang Jungnitsch den künftigen Bürgermeister. Es zeichnet sich eine bürgerliche Ratsmehrheit ab.

In Wassenberg siegte die CDU auf der ganzen Linie wie auch in den Städten Heinsberg und Hückelhoven sowie in den Gemeinden Gangelt und Waldfeucht. In Waldfeucht triumphierte im unionsinternen Duell der offizielle CDU-Kandidat Heinz-Josef Schrammen gegen den Amtsinhaber und Einzelbewerber Johannes von Helden. In Erkelenz benötigt die CDU weiter die Unterstützung der FDP, in Wegberg verlor die Union die absolute Mehrheit. Auch in der Gemeinde Selfkant sind die Mehrheitsverhältnisse unklar.
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