Die Bilderflut in persönliche Bahnen gelenkt

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Im Haus Spiess in Erkelenz stellt Janice Orth noch bis zum 22. März ihre Bilder aus. Foto: Koenigs

Erkelenz. Die bisher für Erkelenzer Verhältnisse größte Ausstellung präsentiert Janice Orth derzeit im Haus Spiess. Das gesamte vorige Jahr hat die Erkelenzer Künstlerin in Bildern festgehalten. Zu jedem Datum entstand so eine Arbeit, die mit einem Tagesstempel versehen ist.

Neben den 366 kleinformatigen Tagesbildern (2008 war ein Schaltjahr) sind auch elf großformatige Arbeiten Orths in der Ausstellung „Tageskunst und andere Bilder” zusammengefasst.

Zur Eröffnung gab die aus Viersen stammende Kunsthistorikerin Sigrid Blomen-Radermacher einige Interpretationshilfen. „Sind diese Bilder die Welt?” So lautete die Eingangsfrage, mit der Blomen-Radermacher die Besucher konfrontierte. Eine Frage, die sie selbst bejahte. Orth zitiere und bändige mit ihren Arbeiten die Bilderflut, die täglich über die Medien auf uns einwirkt.

Dabei schaffe sie durch die Chronologie der Bilder auch Ordnung und lade die Betrachter ein, sich ihrerseits an die jeweiligen Tage zu erinnern, denn „die Orth´sche Bilderflut lässt sich zähmen”. Die Tagesbilder sind auf Basis von Digitalfotografien entstanden, die grafisch bearbeitet, teilweise übermalt und schließlich mit Wachs überzogen wurden.

Das Format von 15 mal 15 Zentimetern machte es möglich, dass im Haus Spiess das gesamte Jahr 2008 ausgestellt werden konnte. Grautöne und verwischte Ansichten dominieren in Orths Jahresrückblick, wodurch die Arbeiten stark an Videobilder erinnern. Die zusätzlichen elf großformatigen Arbeiten heben sich auch durch ihre Farbigkeit von den Jahresbildern ab. Sie sind in den Jahren 2006 bis 2008 entstanden und setzen im Kontext der Ausstellung Akzente, die den künstlerischen Jahresrückblick ergänzen.

Orth betonte, dass es keine Nachdrucke der verkauften Werke geben werde. Im Falle einer erneuten Ausstellung der gesamten Arbeit würden die bis dahin verkauften Bilder durch Fotografien ersetzt, um den chronologischen Zyklus der Arbeiten nicht zu zerstören. Die Ausstellung ist noch bis zum 22. März im Haus Spiess zusehen. Die Öffnungszeiten sind samstags von 15 bis 18 Uhr; sonntags von 11 bis 18 Uhr.
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