Die Bilder von Yumiko Okui wirken nach

Von: defi
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Die japanische Malerin Yumiko Okui stellt ihre Werke zurzeit beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch aus. Inge Keitel (r.) führte die Gäste bei der Vernissage in die Arbeit der Künstlerin ein. Foto: defi

Heinsberg-Unterbruch. Yumiko Okui, Meisterschülerin von Professor Rosemarie Trockel an der Kunstakademie Düsseldorf, widmet auf ihren Bildern dem den meisten Raum, was man eigentlich nicht sehen kann; etwa dem Raum, der die Zuschauer in einem dunklen Kino umgibt.

Zu sehen ist dann im Zentrum des Bildes die Leinwand als hellere Fläche vom Umfeld abgehoben und davor einige schemenhaft zu erkennende Reihen der Bestuhlung mit Punkten, die Zuschauer markierend.Yumiko Okuis Werke sind zurzeit beim Kunstverein der Region Heinsberg in Unterbruch zu sehen.

Die japanische Künstlerin sagt zu ihrer Arbeitsweise: „Jeden Tag gibt es Situationen, die mich beeindrucken. Der entscheidende Augenblick tritt ganz plötzlich ein.

Wenn ich mich später versuche, daran zu erinnern, sind nur wenige Elemente als Bild in meinem Kopf geblieben, obwohl die Atmosphäre noch ganz klar ist. Ich versuche dann, die Besonderheit dieser Stimmung durch wenige erinnerte Motive in Form eines Protokolls festzuhalten.”

Meist etwas stiefmütterlich abgetan wird von den ausstellenden Künstlern der obere Raum des Kunstvereins. Unten die großen wichtigen Arbeiten, oben die kleineren. Doch an Yumiko Okuis „kleineren” Arbeiten wird der Besucher der Ausstellung nicht weniger Freude haben, denn in Anbetracht dieser erfährt er etwas darüber, wie sich die Künstlerin an ihre „großen” Bilder herantastet. Etwa bei der Serie der Arbeiten, in der sich Yumiko Okui mit Strom- oder Telefonleitungen beschäftigt. Okui hat dazu mehrere kleinformatige Skizzen angefertigt.

Auf einer sind sogar ein paar Wolken zu erkennen, auf anderen scheint sich das auf den Leitungen reflektierende Licht zu verändern. Menschen kommen in Yumiko Okuis Bildern auch vor. Etwa auf einem weiteren Kinobild. Wieder mit den Zuschauern davor, viel Raum drumherum und auf der Leinwand diesmal drei Cowboys auf ihren Pferden.

Pferde findet der Ausstellungsbesucher auch auf einem anderen Bild in der Unterbrucher Ausstellung. Wahrscheinlich hat Yumiko Okui einmal eine Galopprennbahn besucht. In ihrer Erinnerung finden sich die Pferde und Jockeys wieder. Schemenhaft abgebildet im Nebel der Erinnerung und etwas deutlicher in einem vom Umfeld abgetrennten Rahmen, vielleicht der Großbildleinwand im Start- und Zielbereich.

Yumiko Okuis Bilder faszinieren den Betrachter nicht auf den ersten Blick, aber sie wirken nach, so wie die Künstlerin sich ihrer Eindrücke erinnert, bleiben dem Betrachter schließlich die Atmosphäre und einzelne Motive gegenwärtig.

Die Arbeit „Im Wald” aus dem Jahr 2008 zeigt, man muss aber schon genau hinschauen, drei Menschen, klein wie Zwerge im Wald, die Körper mit einer erstaunlichen Vielfalt an Farben und Formen dargestellt. 1300 Euro kostet das mit Acryl auf Baumwolle gemalte Werk. Die für den Kunstverein geschaffene Edition „Baseballground” ist schon für 75 Euro zu haben.




























Die Ausstellung mit Werken der japanischen Künstlerin Yumiko Okui läuft noch bis zum 7. November beim Kunstverein Region Heinsberg in Unterbruch (Horster Hof). Sie ist freitags von 15 bis 18Uhr und sonntags von 11 bis 17Uhr zu besichtigen.



Informationen gibt es auch im Internet unter http://www.kunstverein-heinsberg.de.




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