DGB-Kreisverband spricht über Mindestlohn

Von: g.s.
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Gesetzlicher Anspruch auf den Mindestlohn: Willi Klaßen, Markus Jentgens, Thomas Hartmann und Jürgen Seidler (v.l.) sprechen in Geilenkirchen über die neue gesetzliche Lohnuntergrenze. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. „Alle Arbeitnehmer haben Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn“, hat Markus Jentgens im Versammlungsraum des Sportpark Loherhof in Geilenkirchen vor drei Dutzend Zuhörern klargemacht. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht referierte im Auftrag des DGB-Kreisverbands Heinsberg über den zum 1. Januar eingeführten Mindestlohn von 8,50 Euro.

Die Menschen für den Mindestlohn zu sensibilisieren, hat sich der DGB im Kreis für die kommenden Monate vorgenommen. Vorsitzender Willi Klaßen ermunterte zum Dialog zum Mindestlohn. Gewerkschaftssekretär der DGB-Region NRW Süd-West, Thomas Hartmann, moderierte die Veranstaltung und verwarf Gerüchte, wonach der Mindestlohn die Schwarzarbeit fördere: „Wer will das vier Wochen nach Einführung des Mindestlohnes wissen“, fragte Hartmann, bevor Markus Jentgens über die gesetzlichen Grundlagen aufklärte.

Der gesetzliche Mindestlohn sei das Minimum, was jedem Arbeitnehmer zustehe, wobei für manche Branchen eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2016 verankert sei. Er müsse auch bei geringfügiger Beschäftigung gezahlt werden, wobei hier von einer Arbeitszeit von 52,94 Stunden pro Monat ausgegangen werde.

Jeder deutsche Arbeitgeber habe den Mindestlohn auch für Arbeitnehmer ausländischer Unternehmen zu zahlen, die in Deutschland arbeiten. Der Mindestlohn gelte auch für Rentner, aber nicht für Selbstständige.

Die ausgehandelten Ausnahmen beträfen für einen begrenzten Zeitraum Minderjährige, Auszubildende, Langzeitarbeitslose, Ehrenamtler und Praktikanten mit verpflichtendem Praktikum. Auch für Erntehelfer gelte noch eine auf vier Jahre befristete Sonderregelung.

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