Kreis Heinsberg - Deutschland ist zur neuen Heimat geworden

Deutschland ist zur neuen Heimat geworden

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Landrat Stephan Pusch besuchte die Teilnehmer eines Integrationskurses in Heinsberg zusammen mit dem ­Leiter der Volkshochschule, Franz Josef Dahlmanns, und der VHS-Fachbereichsleiterin Nailya Khaertdinova.

Kreis Heinsberg. Offen und warmherzig ging es zu, als sich Teilnehmer eines Integrationskurses im Schulgebäude in Heinsberg an der Oberbrucher Straße mit Landrat Stephan Pusch, mit dem Schuldezernenten und Leiter der Anton-Heinen-Volkshochschule, Franz Josef Dahlmanns, sowie der zuständigen VHS-Fachbereichsleiterin Nailya Khaertdinova trafen.

Die Teilnehmer dieses Integrationskurses präsentierten unter dem Motto „21 Personen, drei Kontinente, 14 Länder, zwölf Sprachen – ein Ziel“ ihr Können und sprachen über ihre Zukunftspläne in Deutschland. Dieser VHS-Kurs findet seit April statt und befindet sich aktuell im letzten Modul „Orientierungskurs“, in dem Fragen zu Geschichte, Politik und Kultur in Deutschland behandelt werden.

In lockerer Atmosphäre präsentierten die Kursteilnehmer voller Stolz das bisher Erreichte. Das erklärte gemeinsame Ziel aller Teilnehmer ist es, sich möglichst schnell und gut in ihrer neuen Heimat zu integrieren. Der Integrationskurs unterstützt sie dabei durch vielfältige Handreichungen.

Landrat Stephan Pusch stellte heraus, dass viele Menschen in Nordrhein-Westfalen einen Migrationshintergrund hätten, und wies mit Blick auf die demografische Entwicklung und auf den zunehmenden Fachkräftemangel auf die hohe Bedeutung von gut ausgebildeten Migranten für die Gesellschaft hin.

Franz Josef Dahlmanns betonte die Notwendigkeit des Sprachenlernens und bedankte sich bei allen Kursleitungen der VHS-Integrationskurse, insbesondere bei Beata Koziollek, Dozentin des gastgebenden Kurses.

Violeta Chirpac aus Rumänien moderierte die Präsentationen und zeigte so die erworbenen neuen Fähigkeiten in der praktischen Umsetzung.

Die Teilnehmer hatten passend zum Motto der Veranstaltung zu verschiedenen Themen Präsentationen mit Bildern und Plakaten vorbereitet.

Mohammad Ali Ahadi Shahneshin Olia aus dem Iran, Rami Al Hamadi aus Syrien und Yitbarek Habte aus Eritrea erzählten über ihr Leben in ihren Heimatländern. Die Brüder Roni und Yazan Alatwan berichteten, wie sie auf ihrer strapaziösen Flucht aus Syrien nach Deutschland gekommen sind. Jolanta Pulaska aus Italien, Zagorka Milosevic aus Serbien und Meliha Tasci aus der Türkei erzählten, wie sie Deutsch als Zweitsprache kennen- und schätzen gelernt haben.

So mussten die Teilnehmer im Rahmen eines Projektages im November verschiedene Stationen durchlaufen und bestimmte Alltagsaufgaben erledigen, beispielsweise einen Tisch in einem Restaurant reservieren, ein Konto eröffnen oder sich zu einem Sport­kursus anmelden.

„Was bedeutet für uns Deutschland?“ Diesem Thema hatten sich Iryna Pravda aus der Ukraine, Zahra Yousefi Naghani aus dem Iran, Brhan Jabri aus Syrien, Slawomir Slawinski aus Polen, Mebrahtu Frezghi aus Eritrea und Ali Ismail Mayid aus dem Irak genähert. „Deutschland ist zu unserer neuen Heimat geworden, in der wir unsere Ziele verwirklichen können“, stellten sie fest. Dann gingen sie auf ihre Zukunftspläne ein. Dabei wurde deutlich, dass viele weiter ihr Deutsch vervollkommnen und eine Ausbildung oder ein Studium aufnehmen wollen.

Eine angehende Kunststudentin schenkte als Dankeschön ein von ihr gestaltetes Gemälde, das künftig den Flur der Volkshochschule schmücken wird. Landrat Stephan Pusch, Dezernent Franz Josef Dahlmanns und Fachbereichsleiterin Nailya Khaertdinova zeigten sich begeistert von der Präsentation und bedankten sich herzlich. Nach dem offiziellen Teil klang die Veranstaltung beim Genuss kulinarischer Köstlichkeiten aus den verschiedenen Herkunftsländern, die die Teilnehmer vorbereitet hatten, aus.

Die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg führt aktuell 13 Integrationskurse, zum Teil Alphabetisierung durch, an denen derzeit rund 250 Personen teilnehmen. Diese umfassen im Regelfall 600 Unterrichtsstunden Deutschunterricht auf dem Niveau B1, das heißt selbstständige Sprachverwendung in Alltagssituationen, und 60 Unterrichtsstunden zum Staatsaufbau Deutschlands.

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