Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag

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Am Pfingstmontag geöffnet: die Windmühle Breberen. Foto: Verein Historische Mühlen im Selfkant

Selfkant. Der 24. Deutsche Mühlentag findet am Pfingstmontag, 5. Juni, statt. Auch vier Mühlen in der Selfkantregion machen beim Aktionstag mit.

Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre gehört der Besuch der Mühlen zum festen Bestandteil im Terminkalender einer interessierten Öffentlichkeit. Die zahlreich geöffneten Mühlen ermöglichen unzähligen Menschen, ob jung oder alt, interessante Einblicke in das Mühlenleben. Für viele ältere Leute bedeutet der Mühlentag eine Reise in die Vergangenheit, weil manche Erinnerungen „an früher“ zum Leben erweckt werden. Kinder und Jugendliche haben die einmalige Gelegenheit, aus der heutigen Hochtechnologiewelt heraus die einfachen, aber wirkungsvollen Mühlentechniken kennen zu lernen.

Wenn am Pfingstmontag von der Nord- und Ostsee bis hin zu den Alpen die Wind- und Wassermühlen ihre Tore öffnen, dann verbindet sich damit eine Spurensuche, die eine über 1000-jährige Technik- und Kulturgeschichte umfasst.

Wasser- und Windmühlen stellen ein unablässiges Spiegelbild menschlichen Erfindungsgeistes von der Antike bis in die Neuzeit dar. Kaum eine andere Technologie hat über einen so langen Zeitraum in so vielfältiger Ausprägung die Geschichte der Menschheit beeinflusst und gestaltet.

Gelang es doch dem Menschen, die Naturkräfte des Wassers und später des Windes für sich nutzbar zu machen und dadurch menschliche und tierische Arbeitskraft zu ersetzen. Es waren die ersten von Menschen erdachten Energiemaschinen, die das Gesellschaftsleben weiter Teile Europas veränderten. Weit mehr noch als die spätere Erfindung der Dampfmaschine.

Die Erhaltung von Wind- und Wassermühlen als historische Bauzeugen dieser technischen und wirtschaftlichen Entwicklung über viele Jahrhunderte findet in der Öffentlichkeit ein immer größer werdendes Interesse. Die seit Jahren ständig steigende Zahl der am Deutschen Mühlentag teilnehmenden Mühlen ist dafür ein sicherer Beweis.

Innerhalb von rund zehn Jahren hat sich die Zahl von 400 teilnehmenden Mühlen auf nunmehr circa 1200 verdreifacht.

Unter der Federführung des Vereins Historische Mühlen im Selfkant beteiligen sich in diesem Jahr wieder alle vier Windmühlen in der Selfkantregion am Deutschen Mühlentag. Damit stellt die Selfkantregion das größte Potenzial im Rheinland. Die Windmühlen in Breberen, Waldfeucht, Haaren und Kirchhoven-Lümbach sind in der Zeit von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Die Wassermühle Millen bleibt in diesem Jahr am Mühlentag geschlossen. Bei genügend Wind werden sich alle vier Windmühlen drehen.

Es werden am Mühlentag wieder einige Neuigkeiten in den Mühlen zu bestaunen sein. So wurde beispielsweise in Waldfeucht der komplette Mahlgang saniert. Der Mühlenexpress, ein Oldtimerbus der West-Energie, fährt (gegen Entgelt) vom Bahnhof der historischen Selfkantbahn in Schierwaldenrath die Windmühlen in Waldfeucht und Breberen an.

Wer alle vier Mühlen mit dem Fahrrad erkunden will, sollte auf der Selfkant-Mühlenstraße der Beschilderung mit dem Logo des Vereins Historische Mühlen im Selfkant folgen. Ein Flyer, der an allen Mühlen ausgegeben wird, erläutert die Fahrradroute. Der Flyer kann auch aus dem Internet von der Webseite des Vereins heruntergeladen werden.

In der „Villa Clarissa“ neben der Kirchhovener Mühle werden interessante Schaustücke, Bilder und Infotafeln zur Mühlengeschichte gezeigt und erläutert. Die Windmühle „Clarissa“ hat seit drei Jahren einen eigenen Schutzheiligen „Nepomuk“ in Form einer Holzschnitzfigur aus Südtirol.

Die Windmühle Breberen bildet auch diesmal wieder die Kulisse für einen ökumenischen Gottesdienst, der um 16 Uhr beginnt. An den Windmühlen findet eine Bewirtung der Gäste statt.

An der Windmühle in Haaren hat die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Waldfeucht eine Cafeteria eingerichtet. In der Windmühle Waldfeucht kann man Kaffee mit frisch gebackenen Waffeln, Wurstspezialitäten und Erfrischungsgetränke genießen. Die Windmühle Breberen und das Café „Aan de Müehle“ mit herrlichem Blick auf die historische Mühle laden zu einer kurzen Pause ein. Auf der Terrasse der „Villa Clarissa“ an der Windmühle Kirchhoven-Lümbach kann man sich mit gekühlten Getränken, heimischem Eis aus Haaren und einem kleinen Imbiss erfrischen.

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