Der Verkehr rollt auf der neuen EK 5

Von: anna
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Freigabe am Freitag „in klein
Freigabe am Freitag „in kleiner Runde”: Landrat Stephan Pusch (3. v. r.) und Bürgermeister Wolfgang Dieder räumten die letzte Absperrung beiseite und gaben damit am Kreisverkehr Oberlieck das erste neue Teilstück der EK 5 für den Verkehr frei. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Gerade erst hatten Landrat Stephan Pusch und Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder am Freitagmorgen das Sperrschild ganz offiziell beiseite geräumt, da rollte der Verkehr auch schon auf dem ersten fertigen Teilstück der neuen EK 5 zwischen den Kreisverkehren Oberlieck und Schleiden.

Entstanden ist so eine direkte Verbindung zwischen der Landesstraße 228 und der Bundesstraße 221 als Umgehung für das Heinsberger Stadtzentrum.

„Auf diesen Tag haben viele Mitbürgerinnen und Mitbürger des Kreises Heinsberg und der ­Region gewartet”, erklärte der Landrat in seiner Rede zur Eröffnung. Er erinnerte daran, dass bereits vor 15 Jahren, nach Fertigstellung der Autobahn 46, die ersten konkreteren Überlegungen für eine neue Umgehungsstraße um Haaren, Kirchhoven, Lieck und Heinsberg angestellt worden seien, um so den infrastrukturellen Erfordernissen der Region Rechnung zu tragen.

Mit diesem rund 2,4 Kilometer langen Abschnitt sei „das erste Etappenziel erreicht”, die innerstädtischen Straßen von Heinsberg zu entlasten, sagte er. Schon in wenigen Monaten soll mit der Fertigstellung des zweiten, rund 5,1 Kilometer langen Streckenabschnitts die komplette EK 5 für den Verkehr freigegeben werden.

Das gesamte Vorhaben ist mit über 17 Millionen Euro veranschlagt. Bund und Land dankte der Landrat für die finanzielle Förderung. Denn 11,3 Millionen Euro - und damit 65 Prozent der förderfähigen Kosten - seien für das Projekt bereitgestellt worden. „Ohne diese Unterstützung sind bedeutende infrastrukturelle Weiterentwicklungen im Straßenbau und im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs in einem ländlich strukturierten Flächenkreis nicht möglich.”

Für die erste Freigabe „in kleiner Runde” begrüßte der Landrat neben dem Bürgermeister Vertreter der Bezirksregierung, des Landesbetriebs Straßenbau, der Planungsbüros sowie der für die Bauausführung gebildeten Arbeitsgemeinschaft aus den Bauunternehmungen Frauenrath aus Heinsberg und Dohmen aus Übach-Palenberg. Rund 200.000 Kubikmeter Bodenmaterial hätten sie für den Bau bewegen, wieder einbauen oder abtransportieren müssen.

Eine Fläche von rund 25.000 Quadratmetern Straßendecke sei auf diesem Teilstück eingebaut worden, nannte der Landrat die großen Eckdaten des Projekts. „Ein großes Lob” sprach Pusch den beiden Unternehmen aus, „die eng am Zeitplan orientiert” das Projekt ausgeführt hätten. „Nur durch das konstruktive Zusammenwirken aller Beteiligten war es möglich, diese Straße, die als das größte Kreisstraßenbauprojekt der letzten Jahrzehnte angesehen werden kann zu realisieren”, lobte Pusch alle am Projekt Beteiligten.

Ein besonderer Dank ging dabei an die Mitarbeiter der Flurbereinigungsbehörde. Sie hätten sich mit den schwierigen Fragen zu landwirtschaftlichen Bodenneuordnung und der im Rahmen des Straßenbaus notwendigen Neuordnung des landwirtschaftlichen Wirtschaftswegenetzes auseinandersetzen müssen, erläuterte er. „Sie alle haben wesentlich dazu beigetragen, dass dieses Straßenbauprojekt überhaupt durchgeführt werden konnte.”

Die Flächenversiegelung werde durch Bepflanzung entlang des Streckenabschnitts und auf Ausgleichsflächen kompensiert. Sie sei bereits europaweit ausgeschrieben und werde in der anstehenden Pflanzperiode umgesetzt.

Er sei sich sicher, dass der Neubau der EK 5 auf große Akzeptanz stoßen werde, schloss Pusch seine Rede. Wenn auch das zweite Teilstück in wenigen Monaten, dazu in absehbarer Zeit auch das letzte Teilstück der B 56 n und weitere Kreisstraßenanpassungen in den Bereichen Birgden und Gangelt fertiggestellt seien, „verfügen wir im Westen unseres Kreises dann über ein leistungsfähiges Straßennetz, das den Anforderungen in jeder Hinsicht gerecht wird.”
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