Der Spaß am kollektiven Stöckchenwerfen

Von: hewi
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Auf der Schützenwiese in Millich versuchten auch der stellvertretende Bürgermeister Dieter Geitner und der Stadtverbandsvorsitzende Hans-Josef Geiser ihr Geschick beim Kubb. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Millich. Nach dieser ersten offenen Stadtmeisterschaft ist Hückelhoven seinem Ruf als Sportstadt einmal mehr gerecht geworden, denn kreisweit hat die Stadt damit die Nase vorne, wenn es um außergewöhnliche Sportarten geht.

Die Rede ist von Kubb, einem Freizeitsport aus Schweden, der nunmehr auch in Hückelhoven vertreten ist. Im vorigen Jahr gründeten Frank Engelmann und rund 30 weitere Kubb-Begeisterte den ersten Kubb-Verein im Kreis.

Kennengelernt hat der Vorsitzenden Engelmann den Sport in Schweden. Dort spielt man auf Eis, Sand, Rasen oder wo man gerade will. „Das Spiel ist einfacher zu spielen als zu erklären”, betonte Engelmann.

Und so war am Samstag auf der Millicher Schützenwiese so recht auch niemand bereit, die Regeln zu erklären. Wenn man ein paar Mal gespielt hat, versteht man sie sowieso, war die einhellige Antwort. Verbunden wurde sie mit der Einladung, es auch einmal zu probieren.

Dass Kubb wohl Spaß macht, zeigte die Anmeldezahl zur Stadtmeisterschaft. 32 Mannschaften mit je drei Spielern wetteiferten um den Titel. Darunter auch „Melias Dreamteam”, „die Killerbienen” oder die „Kaput Tschinos. Wie die Namen verraten, handelt es sich bei Kubb nicht unbedingt um einen bierernsten Sport.

In Deutschland bekannter wurde Kubb dadurch, dass es einmal in der TV-Show „Schlag den Raab” eingesetzt wurde. Man braucht nicht viel, was man nicht selbst mit Holz und einer Säge herstellen könnte. Dazu kann das kollektive Stöckchenwerfen nahezu überall gespielt werden.

Am meisten Spaß macht es sicherlich auf einem Rasen oder eine Wiese, wenn auf dem Grill in der Nähe ein paar Würste brutzeln. Man kann Kubb aber auch ernst nehmen: Im Göteburg finden regelmäßig Weltmeisterschaften im Kubb statt.

Zum Spiel: Beim Kubb stehen sich die beiden Mannschaften in einem Anstand von rund vier Metern gegenüber und werfen mit kleinen Stäben, den Wurfhölzern, auf rechteckige Holzklötze und den König, der zwischen ihnen aufgebaut sind.

Dabei kommt es auf das Geschick der Spieler an, wie viele Klötze sie mit ihren beiden Wurfhölzern umwerfen. Treffen sie den König zu früh, ist die Partie beendet. Was für den Außenstehenden sehr gemütlich aussieht, kann sich aber schnell zu einer wahren Geschicklichkeitsprobe entwickeln, bei dem man auch persönlichen Ehrgeiz entwickeln kann, wie bei den verschiedenen Partien auf dem Schützenplatz zu beobachten war.

Am Ende siegten „Die Holzböcke” aus Siersdorf vor „Mort Ôal Rego” (Tim und Karo Meintz, Imke Henningsen aus Hückelhoven) und „Küpp auf” (Marco und Karl Küpper sowie Dirk Jansen, ebenfalls aus Hückelhoven). Da sich Engelmann und seine Mitstreiter sicher sind, einen neuen Boom ausgelöst zu haben, wurde der stellvertretende Bürgermeister Dieter Geitner angesprochen, ob die Stadt ein Rasengelände als Kubb-Platz zur Verfügung stellen kann.

Geitner schien von der Sportart angetan zu sein und prophezeite dem Kubb in Hückelhoven eine große Zukunft.
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