Der Selfkant als Vorreiter: „Sicher mobil!”

Von: disch
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Ausgezeichnet als Modellregion: Netzwerk-Leiter Theo Jansen (Mitte) überreichte Urkunden an die Selfkant-Region und den Kreis Heinsberg. Landrat Stephan Pusch, Bürgermeister Bernhard Tholen aus Gangelt, Bürgermeister Herbert Corsten (Selfkant) und Dezernent Herbert Thißen aus Waldfeucht (v.r.n.l.) freuten sich. Foto: agsb

<b>Selfkant / Gangelt / Waldfeucht. </b>Als Wettbewerbsgewinner und Modellregion für ein „Kommunales Mobilitätsmanagement für Senioren” wurden die Region „Der Selfkant” und der Kreis Heinsberg ausgezeichnet. Theo Jansen, Leiter des Netzwerks „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland”, übergab die Urkunden am Montag bei einem Pressegespräch im Altenheim St.Josef in Waldenrath.

„Der Selfkant - sicher mobil!” lautet der Titel des Projekts. „Überzeugt haben uns die Ideen ganzheitlicher Maßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität von Senioren”, sagte Jansen. Das Projekt verknüpfe Aspekte der Verkehrssicherheit (Verkehrsplanung und Wohnumfeldgestaltung) mit der Verbesserung der Nahversorgung, sprich der Einkaufsmöglichkeiten, berücksichtige aber auch Themenfelder wie Öffentlicher Personennahverkehr oder Radfahren.

Auch im Namen seiner Bürgermeisterkollegen Bernhard Tholen (Gangelt) und Johannes von Helden (Waldfeucht) erklärte Herbert Corsten (Selfkant): „Die Region möchte die allgemeine demografische Entwicklung positiv aufgreifen und die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren bei der Verkehrs- und Versorgungsplanung zum Standard machen.”

Für die Zukunft sei es bedeutsam, „welchen Lebenswert die ältere Generation bei uns findet.” Eng wird bei diesem Projekt mit der Polizeibehörde, dem Straßenverkehrsamt und dem Seniorenbeauftragten des Kreises zusammengearbeitet. Vor Ort laufen die Fäden bei Regionalmanagerin Nadejda Pondeva zusammen.

Die Auftaktveranstaltung ist am 24.April in der Hauptschule Haaren geplant. Im Dialog und Zusammenwirken mit den Bürgern („Die Betroffenen wissen selbst am besten, wo der Schuh drückt!”) soll es in den kommenden zwei Jahren gelingen, die Probleme zu erkennen und den richtigen Weg aufzuzeigen, um sie lösen.

Nach der Auftaktveranstaltung sollen stabile Arbeitsgruppen gebildet werden, so Jansen. „Es geht darum, Prioritäten zu setzen und konkrete Ansätze zu entwickeln”, hofft Pondeva darauf, dass in der Region Impulse gesetzt und „bedürfnisorientierte Konzepte” erarbeitet werden können.

Landrat Stephan Pusch lobte die drei Kommunen in der Selfkant-Region erneut als „Vorreiter”. Seine Hoffnung besteht auch darin, dass Lösungen entwickelt werden, die - wenn gewünscht - auch in anderen Teilen des Kreises umgesetzt werden könnten. Pusch nannte in diesem Zusammenhang das inzwischen an Wochenenden auf das gesamte Kreisgebiet ausgedehnte Multi-Bus-Modell, das seinen Ursprung in Selfkant, Gangelt und Waldfeucht hatte.

Die Eugen-Otto-Butz-Stiftung ermöglicht eine Projektförderung von 10.000 Euro (plus 2000 Euro für die Auftaktveranstaltung). Mit diesem Geld soll es gelingen, beispielhafte Strategien zur Förderung der sicheren und eigenständigen Mobilität älterer Menschen aufzuzeigen und geeignete Maßnahmen zu realisieren - wofür gegebenenfalls weitere Fördertöpfe „anzuzapfen” wären.
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