„Der Oskar”: mit Herz und Verstand

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Hückelhovens Alt-Bürgermeister, Ehrenring- und Bundesverdienstkreuzträger Oskar Ramöller wird am Sonntag 80 Jahre alt. Foto: Koenigs

Hückelhoven. „Für Resignation ist keine Zeit”, das war der Leitsatz, unter den Oskar Ramöller beim Neujahrsempfang 1999 seine Rede stellte. Und damit setzte er die politischen Signale für die Zukunft der Stadt, die nach dem Stilllegungsbeschluss für die Zeche Sophia-Jacoba am 11. November 1991 noch nicht wieder auf die Beine gefunden hatte.

An der Weichenstellung für den Weg in die Zukunft aber hatte Ramöller da bereits maßgeblich mitgewirkt. Im Mai 1990 war Ramöller, der seit 1979 den Sozialdemokraten im Hückelhovener Rat eine Stimme gab und sich rasch zum ebenso streitbaren wie einflussreichen Kopf der Hückelhovener SPD entwickelte, zum Bürgermeister der Stadt gewählt worden. Einer Stadt, die ihre besten Jahre hinter sich zu haben schien und die eine schwere, ungewisse Zukunft vor sich hatte.

„Der Oskar”, wie er nicht nur von seinen politischen Weggefährten ebenso kumpelhaft wie freundschaftlich-anerkennend gerufen wird, setzte sich mit der in 40 Jahren angewachsenen Energie des Rheinländers und der ihm in die Wiege gelegten Sturheit des Westfalens dafür ein, den „Sturz von der Brücke”, wie er das Ende von Sophia nannte, den Menschen erträglich zu machen. Wie man 20 Jahre später sehen kann, hat Hückelhoven sich zu einer prosperierenden Stadt auch ohne Kohle gemausert. Oskar Ramöller hat mit der von ihm vertretenen Politik dafür die Grundlagen geschaffen, andere haben auf diesem soliden Fundament aufbauen und die Entwicklung weiter voran treiben können.

Der ehemalige Bergmann (er wäre übrigens um ein Haar Polizist geworden, man hat ihn Anfang der 1950er Jahre aber nicht genommen - er habe Plattfüße) setzte sich immer vehement für die Interessen der Bergleute und ihrer Familien ein. Als Politiker, und dies ist ja keine Selbstverständlichkeit, hat er sich über die Parteigrenzen hinaus Vertrauen erwerben und so alle für die Entwicklung der Stadt wegweisenden Entscheidungen aus parteipolitischen Kontroversen heraushalten können. „Für Resignation ist keine Zeit” - das ist auch heute noch der Leitsatz, an dem er seinen Alltag ausrichtet. „Leben heißt kämpfen”, sagt Ramöller, nach seiner Lebensphilosophie gefragt. In diesem Sinne: Glück Auf! zum Achtzigsten, Oskar!
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