Der Notarzt trägt die größte Verantwortung

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Gelerntes in die Praxis umgese
Gelerntes in die Praxis umgesetzt: Die Fortbildungsveranstaltung „Arzt im Rettungsdienst” endete wieder mit einer praktischen Übung auf dem Gelände der Feurwehr in Erkelenz. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Notärzte, die gut ausgebildet und rasch zur Stelle sind, zählen mit zu den Grundpfeilern bei der Rettung von Menschenleben, so etwa nach schweren Verkehrsunfällen. Der Notarzt trägt am Notfallort die größte Verantwortung.

Er stellt die medizinische Erstversorgung sicher und muss schnelle Entscheidungen treffen. Ärzte, die im Rettungsdienst eingesetzt werden, erhielten jetzt in Erkelenz eine Zusatzausbildung, über deren Abschluss ein Fachkundenachweis vor der Ärztekammer ausgestellt wird. Ärzte sind zum Rettungsdienst geeignet, wenn sie Kenntnisse „in der Erkennung und Behandlung lebensbedrohlicher Zustände sowie Methoden zur Wiederherstellung und Aufrecht­e_SDHperhaltung der Lebensfunktionen beherrschen”. Diese Kenntnisse haben die Ärzte erworben, die an der Fortbildungsveranstaltung „Arzt im Rettungsdienst” teilnahmen. Sie war angeboten worden von der Ärztekammer Nordrhein in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Notärzte in NRW.

Nachdem in der vergangenen Woche bereits die theoretischen Ausbildungsabschnitte in den Schulungsräumen der Feuerwache in Erkelenz stattfanden, wurde der praktische Übungsteil auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr in Erkelenz absolviert. Um den angehenden Notärzten ein möglichst realistisches Trainingsprogramm zu bieten, wirkten ­außer den Mitarbeitern des Rettungsdienstes des Kreises Heinsberg auch der Löschzug Erkelenz-Mitte sowie die Polizei mit.

Unter der Übungsleitung von Axel Auler, Dr Achim Bihn und Dr. Alexander Herz sowie der technischen Leitung von Hauptbrandmeister Werner Heinen wurden verschiedene Unfallsituationen nachgestellt, wobei jeder Arzt jeden Übungsteil mit Entscheidungsabläufen wie Diagnoseverfahren, Behandlungsmaßnahmen und Wahl der Transportmittel einmal durchlief. Neben einem Verkehrsunfall mit zwölf Verletzten sowie der Rettung einer verletzten Person aus großer Höhe war ein Starkstromunfall - demonstriert mit Hilfe eines fachkundigen Vertreters der NVV - Bestandteil der Übung.

„Durch diese Fortbildung, die zum 18. Mal in Erkelenz stattfand, kann die Zahl der verfügbaren Notärzte erhöht werden. Bei einem Unfall mit vielen Verletzten muss der Notarzt zunächst die Schwerverletzten versorgen. Es gilt, möglichst jedes Leben zu retten. Dies ist jedoch nur in guter Kooperation mit den Trägern des Rettungsdienstes und der Feuerwehr denkbar”, erklärten die Übungsleiter. Doch bis der Notarzt eintreffe, würden oft wertvolle Minuten vergehen. In der Regel seien Passanten die ersten Helfer am Einsatzort. Wenn diese besser über Erste Hilfe, vor allem Maßnahmen zur Stabilisierung von Atmung und Kreislauf, informiert wären, gäbe es nicht so viele tödliche Notfälle, hieß es. Kurse dazu würden vielerorts angeboten. Es müssten aber auch weiterhin Fortbildungen stattfinden, um dem Bedarf an Notärzten gerecht zu werden.

Der Dank der Übungsleiter richtete sich an den Leiter des Kreisordnungsamtes, Kreisverwaltungsdirektor Kurt Schröder, sowie an den Leiter des Kreisgesundheitsamtes, den Leitenden Kreismedizinaldirektor Dr. Karl-Heinz Feldhoff. Der reibungslose Verlauf der Übung sei ein Spiegelbild der guten Zusammenarbeit aller am Rettungsdienst beteiligten Gruppen und motiviert die Verantwortlichen, für das nächste Jahr eine weitere Notarztfortbildung in Erkelenz zu planen”.
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