Kreis Heinsberg - Der neue Erka-Bus nimmt am Montag Fahrt auf

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Der neue Erka-Bus nimmt am Montag Fahrt auf

Von: disch/red
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Ein Pilotprojekt der West rollt an den Start: So sieht der neue „Erka-Bus“ aus, der ab kommenden Montag durch die Erkelenzer Innenstadt fahren wird.
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Mit diesem Logo wird in Erkelenz für den neuen Erka-Bus geworben.

Kreis Heinsberg. Die erste Stadtbuslinie im Kreis Heinsberg, die ausschließlich den Innenstadtbereich bedient, wird am kommenden Montag, 15. Dezember, in Erkelenz in Betrieb genommen: der neue ­Erka-Bus. Mit dem neuen Angebot reagiert die West Energie und Verkehr (West) nach eigenen Angaben auf den demografischen Wandel sowie auf das veränderte Mobilitätsverhalten.

In enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Stadt Erkelenz seien für diese neue Linie EK4 zwei Linienwege festgelegt worden – vom Bahnhof gen Oerather Mühlenfeld und gen Borschemich (neu). Somit haben die Bewohner der zentrumsnahen Wohngebiete laut West eine direkte Verbindung zur Innenstadt.

Udo Winkens, Geschäftsführer der West Energie und Verkehr, sprach auf Anfrage von einem „Pilotprojekt mit Leuchtturmcharakter“. „Wenn es in Erkelenz funktioniert und gut angenommen wird, dann prüfen wir, ob das auch in anderen Städten eine sinnvolle Ergänzung des Angebots im Öffentlichen Personennahverkehr sein könnte“, so Winkens, der auch gleich die Namen der Städte verriet, die von der West dafür ins Auge gefasst werden könnten: ­Hückelhoven und Heinsberg.

Da zeitgleich mit der Einführung des neuen Erka-Busses verschiedene Veränderungen mit Einspareffekten auf anderen Linien im Erkelenzer Stadtgebiet vorgenommen würden, „ergeben sich keine nennenswerten Mehrleistungen und folglich auch keine nennenswerten Mehrkosten“, so Winkens mit Blick auf die Bemühungen der Kommunen und des Unternehmens, das Defizit im ÖPNV in Grenzen zu halten.

Eingesetzt wird nach Angaben von West überwiegend ein moderner Niederflur-Kleinbus, der Platz bietet für maximal 22 Personen (Fahrer, elf Sitzplätze, zehn Stehplätze) und mit einer Klapprampe rollstuhl- und kinderwagengerecht ist. ­Einzel-Tickets kosten 1,60 Euro. Preiswerter sind Vierer-Tickets für 6,00 Euro. Schwerbehinderte, die über einen entsprechenden Ausweis verfügen, werden kostenlos befördert. Auf der Linie gelten alle Tickets des AVV-Tarifes.

Elfmal am Tag wird der Erka-Bus von montags bis freitags zwischen 5.22 und 19.33 Uhr vom Bahnhof zum Oerather Mühlenfeld und zurück fahren. Die Haltestellen: Bahnhof, Kölner Tor, Agentur für Arbeit, Hagelkreuz, Theodor-Heuss-Straße, Commerdener Höhe, Paul-Rüttchen-Straße, Antwerpener Straße, Oerather Mühlenfeld, Oerather Mühle, Burg, Kölner Tor, Bahnhof.

18 Fahrten pro Tag wird es von montags bis freitags zwischen 5.50 und 19.54 Uhr vom Bahnhof nach Borschemich (neu) und zurück geben. Die Haltestellen: Bahnhof, Anton-Heinen-Straße, Brückstraße, Sachsenring, Neuhaus, Mennekrath, Borschemich (neu), Ludwigstaße, Salierring, Pro Seniore, Ziegelweiher, ZOB Krefelder Straße, Burg, Kölner Tor, Bahnhof.

Die Haltestelle Kölner Tor im Herzen der Stadt Erkelenz soll künftig nur noch mit diesem neuen Angebot bedient werden. „Mit dieser Maßnahme wird das Verkehrsaufkommen in der Erkelenzer City gemindert“, stellte West-Geschäftsführer Udo Winkens fest.

Eigener Name, eigenes Logo, ­eigener Flyer: So wird für den neuen Stadtbus geworben. Der Name ist vom Erkelenzer Stadtmarketing kreiert worden. Das Logo für den Erka-Bus mit dem Slogan „Erkelenz verbindet! Zuverlässig – mobil – sauber“ ist eine Anlehnung an das bereits existierende Logo „Erkelenz radelt! – Gesund – mobil – sauber“. Seit 2008 wirbt die Stadt damit für das Fahrradfahren. Als fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise wirbt die Stadt insbesondere dafür, für kurze Strecken (bis sieben Kilometer) das Auto stehen zu lassen und mit dem Fahrrad zu fahren. Denn bei dieser Distanz sei man mit dem Fahrrad oftmals schneller am Ziel, so das Stadtmarketing.

In das Konzept zur Förderung der Nahmobilität passe denn auch die neue Stadtbuslinie. Die neuen Busverbindungen würden den Einkauf im Supermarkt, den Besuch beim Arzt oder den Bummel durch die Innenstadt erleichtern. Der Erka-Bus sei ein maßgeschneidertes Angebot nicht nur für ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß seien, sondern er sei genauso wie das Fahrrad eine echte Alternative zum Auto. „Mobil ist man mit beiden Verkehrsmitteln, sauber sind ebenfalls beide“, so das Stadtmarketing, denn sowohl Rad als auch Bus würden zur Entlastung des Stadtraums vom motorisierten Individualverkehr und somit positiv zu Klimaschutz und Lärmschutz beitragen.

„Besonderer Bus – besonderer Service!“ So wird ein spezielles Angebot im Erka-Bus betitelt. Versuchsweise befindet sich ein Regenschirmautomat im Bus der neuen Stadtbuslinie EK4. Kostenlos hat die Firma Dry 2 Go aus Mönchengladbach einen ihrer Automaten zur Verfügung gestellt. Für vier Euro erhält der Fahrgast einen Taschenschirm. Die Kreissparkasse Heinsberg hat die Anschaffung der Schirme gesponsert. So sollen die Einnahmen aus diesem Projekt zu 100 Prozent an den Kinderschutzbund in Erkelenz fließen, erklärten die Verantwortlichen von KSK und West.

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