Der Name lockt leicht auf die falsche Fährte

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
Große und kleine Flugbegeiste
Große und kleine Flugbegeistere lockte der Tag der offenen Tür auf das Gelände bei Kückhoven. Neben Rundflügen stand auch der Hangar mit seinen zahlreichen Flugzeugen dem Publikum offen. Foto: Kerkhoff

Erkelenz-Kückhoven. Die Ultraleicht-Gemeinschaft (ULG) Erkelenz-Kückhoven hatte wieder zum Tag der offenen Tür auf ihr Fluggelände bei Kückhoven eingeladen.

Die Gemeinschaft hat rund 170 Mitglieder, von denen 150 aktiv fliegen. Was sie dafür benutzen, konnten die Besucher in aller Ruhe in Augenschein nehmen.

Knapp 80 Maschinen sind in Kückhoven untergestellt. Optisch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Das Spektrum reicht modernen Maschinen bis hin zu Nachbauten von Doppeldeckern und Oldtimern.

Der Name Ultraleichtflugzeug lockt schnell auf die falsche Fährte. Wer klapprige Vehikel mit Flügeln im Sinn hat, der wird sich wundern. Denn die modernen Ultraleichtflugzeuge unterscheiden sich oftmals nur durch die Größe von den „großen” Flugzeugen. Auch das Gewicht ist entscheidend. Mehr als rund 470 Kilo darf ein Ultraleichtflugzeug nicht wiegen.

Platz bietet es meistens für zwei Personen, die dann mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 240 Stundenkilometern reisen können.

Hört sich nicht viel an, reicht aber, um in knapp zweieinhalb Stunden am Meer oder noch schneller über der Eifel zu sein. Denn die Flugzeuge müssen keinen Straßenverläufen folgen, sondern visieren ihre Ziele in gerader Linie an.

Ganz billig ist es nicht, wenn man sich für das Fliegen als Hobby entschieden hat. Denn zuerst braucht man natürlich einen Flugschein, der bis zu 6000 Euro kostet. Die Ausbildung kann man gleich in Kückhoven auf dem Gelände der Gemeinschaft machen. Ulrich Rüdiger bildet die angehenden Piloten praktisch und theoretisch aus. Voraussetzung ist natürlich eine einwandfreie Gesundheit, die man sich vom Arzt bescheinigen lassen muss.

Um die Fluglizenz nicht zu verlieren, wenn man sie einmal hat, muss man nachweislich mindestens zwölf Stunden im Jahr in der Luft am Steuerknüppel einer Maschine sitzen. Ob beim gemütlichen „Luftwandern” mit rund 90 Stundenkilometern oder auch auf der langen Strecke. Viele Ultraleichtpiloten unternehmen auch weitere Reisen, wobei sie natürlich mehrere Zwischenstopps einlegen.

Ob einem das überhaupt gefällt, konnten die Besucher am Sonntag gleich testen. Denn die Ultraleichtflieger hatten es sich natürlich nicht nehmen lassen, Rundflüge für die Neugierigen anzubieten. Wenn man einmal ist der Luft sei, sei es „wunderschön”, bestätigte einer der Flugpassagiere, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Einzig Start und Landung hätten ihm ein wenig Angst gemacht.

Die Ultraleicht Gemeinschaft Kückhoven wurde 2000 gegründet. Der Flugplatz besteht seit 1989. Seit einigen Jahren verfügt er über eine eigene Zufahrt von der Landstraße aus, was den Besuch gerade für Ortsunkundige sehr erleichtert.

Früher mussten Besucher den Weg durch Kückhoven oder über den Wirtschaftsweg entlang der Landstraße suchen, um das Fluggelände zu erreichen. Die erleichterte Zufahrt wurde am Sonntag von vielen genutzt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert