Wegberg-Klinkum - Der Mann mit den zwei grünen Daumen

Der Mann mit den zwei grünen Daumen

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Kleo Montforts inmitten seiner exotischen Baumfarnen in seinem Garten. Foto: Wichlatz

Wegberg-Klinkum. Leuten, die gut mit Pflanzen umgehen können, sagt man nach, sie hätten einen grünen Daumen. Kleo Montforts scheint zwei davon zu haben.

Und da sich das herumgesprochen hat, wird sei parkähnlicher Garten in Klinkum an der Bischofshütte auch einmal im Jahr Anziehungspunkt für Pflanzenfreude aus der näheren und weiteren Umgebung.

Nachdem die Besuche irgendwann Überhand genommen hatten, führte der 47-jährige Gärtnermeister vor rund neun Jahren den „Tag des offenen Gartens” ein. Und so wandelten jetzt wieder hunderte von Besuchern durch seinen Garten, um sich an seinen exotischen Pflanzen und Baumfarnen zu erfreuen.

Montforts bevorzugt grüne und üppige Pflanzen, das wurde jedem Besucher klar, wenn er in die intensiv grüne Pracht eintauchte und der besonderen Stimmung erlag, die von der Farbe ausgeht. Sein Garten spiegelt die tropische Welt der Pflanzen wider, von der sich Montforts auf seinen vielen Reisen inspirieren lässt.

Im Winter, wenn seine Pflanzen im Gewächshaus untergebracht sind, zieht es ihn nach Asien, Afrika und Südamerika. Im Sommer hat er keine Zeit dafür, denn neben seiner Tätigkeit in der Grambuscher Baumschule Morjan nehmen seine Pflanzen seine Zeit in Anspruch. Rund 300 davon waren zu bestaunen.

Seine Sammlung an Hostas umfasst allein über 100 Pflanzen. Doch auch Hibiskusse, „Kaffee arabica” und verschiedene Bananenpflanzen präsentierte er seinen Besuchern. Und er stand ihnen natürlich auch Rede und Antwort, denn wenn man schon einmal einem Fachmann begegnet, kann man ihn ja auch gleich mit Fragen löchern.

Wie überwintere ich meine Pflanzen richtig? Wie viel Sonne brauchen sie? In welcher Erde gedeihen sie am besten? Montforts wusste Rat und Antwort und gab sie gerne. Dabei ist die Hege und Pflege solcher Pflanzen auch Geduldssache, denn einige wachsen gerade einmal drei Zentimeter pro Jahr.

„Gerade bei Farnen haben viele Besucher den Eindruck, sie sprießen einfach vor sich hin”, so Montforts. Dabei brauchen die Tropenpflanzen teilweise Jahrzehnte, bis sie eine stattliche Größe erreicht haben.

Walter Gerlach, der mit einer Radlergruppe aus Mönchengladbach gekommen war, lässt sich die jährliche Gartenbesichtigungen nicht entgehen. „Seit fünf Jahren komme ich und entdecke jedes Mal etwas Neues”, erklärte er. Da neben den Pflanzen auch Kunst sowie Kaffee und Kuchen geboten werden, sei Montforts Garten schon zum festen Ausflugsziel geworden.

Fünf Künstlerinnen hatte ihre Arbeiten nach Klinkum gebracht, um das Angebot auch optisch abzurunden. Gabi Jansen aus Wegberg ist schon seit drei Jahren dabei und genießt die Kombination aus Pflanzen und Bildern. Ihre Blumenmotive und feinfühligen Porträts passten sich gut in die grüne Pracht des Gartens ein und gaben dem satten Grün des Gartendschungels Akzente. Auch Töpferarbeiten und Gartenkeramik gab es zu bewundern. Insgesamt, so schätze Montforts, fänden auch an diesen beiden Tagen wieder rund 1000 Besucher den Weg in seinen Garten.
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