Der Kreis Heinsberg und die neue Metropolregion Rheinland

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Was die Metropolregion Rheinland angeht, die in Kürze als Verein aus der Taufe gehoben werden soll, wäre dem Kreis Heinsberg am liebsten, der Zweckverband Region Aachen würde die Interessen seiner Mitglieder – Städteregion beziehungsweise Stadt Aachen sowie Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg – in der neuen Metropolregion wahrnehmen. Doch am Ende wird der Kreis Heinsberg sich wohl selbst entscheiden müssen, ob er Mitglied wird oder nicht.

In der Startphase wird für die Metropolregion mit jährlichen Gesamtkosten in Höhe von circa einer Million Euro gerechnet. Für den Kreis Heinsberg würde ein jährlicher Beitrag von rund 22.000 Euro anfallen, heißt es. Im Kreisausschuss wurde jetzt eine Stellungnahme verabschiedet, ehe im kommenden Jahr über die Frage eines Beitritts zum Verein entschieden werden soll. Ob und falls ja, welchen konkreten Nutzen eine Mitgliedschaft für den Kreis Heinsberg hätte, „ist heute nicht absehbar“, so die Kreisverwaltung. Absehbar sei allerdings schon jetzt, dass mittel- bis langfristig mit einer deutlichen Personal- und Kostensteigerung zu rechnen sei.

Neben dem Wunsch, der Zweckverband sollte als Interessenvertreter der Region Aachen im neuen Verein der Metropolregion Rheinland agieren können, wurden sechs Forderungen aus Sicht des Kreises Heinsberg formuliert: Der Mitgliedsbeitrag sollte einwohnerbezogen berechnet werden, da die Großstädte Köln und Düsseldorf nicht nur deutlich einwohnerstärker als der Kreis Heinsberg seien, sondern voraussichtlich auch überproportional von der Metropolregion profitieren würden.

Es sollte, nicht zuletzt aus Personal- und Kostengründen, eine Fokussierung des Vereins auf Kernaufgaben – Fördermittelakquise sowie Positionierung – erfolgen. Die Zusammenarbeit mit Euregio Maas-Rhein sowie Euregio Rhein-Maas-Nord sollte thematisch in die Satzung aufgenommen werden. Die Besetzung neuer Themen und die Wahrnehmung neuer Aufgaben sowie Erhöhungen des Mitgliedsbeitrages sollten unter den Vorbehalt der Zustimmung der jeweiligen politischen Gremien der Mitglieder gestellt werden. Im Rahmen der Vereinsgründung und darüber hinaus sei zwingend darauf zu achten, dass keine Parallelstrukturen zu bestehenden Einrichtungen aufgebaut werden. Arbeit und Kostenentwicklung der Metropolregion Rheinland seien zwei Jahre nach Vereinsgründung zu evaluieren.

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