Der Kirchenchor und die Klangfarben

Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven-Ratheim. Die Geräusche verebben in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Plötzlich erklingt Musik von oben.

Der Kirchenchor der Gemeinde hat sich auf der Orgelbühne positioniert und leitet in das Konzert mit „Du bist ein Guter Gott” von Thomas Eger ein. Zum ersten Mal veranstaltete der Kirchenchor ein Gemeinschaftskonzert mit dem 2002 gegründeten Chor „Klangfarben”, Unterstützung erhielten die Sänger dabei von Ulrich Peters an der Orgel, Nils Plum am Schlagzeug und Christian Golz am E-Bass.

„Wir haben zwar auch schon mal in festlichen Gottesdiensten zusammen gesungen, aber dies ist das erste gemeinsame Konzert”, so Georg Lechner, Leiter der beiden Chöre. Er glaubt, dass sich die Gruppen gut ergänzen, trotz ihres recht unterschiedlichen Repertoires und Stils. „Klangfarben” hat sich der modernen geistlichen Musik, dem Gospel und Musicals verschrieben, während der Kirchenchor Messekompositionen aus den unterschiedlichen Epochen von Romantik bis Klassik erarbeitet.

Nun standen dann bei beiden Chören ausschließlich Kompositionen des 20. Jahrhunderts auf dem Programm, wobei der älteste Komponist das wahrscheinlich „modernste” Werk des Abends komponiert hat. Colin Mawby ist gebürtig von 1936 und „setzt das Mittel der Dissonaz, immer sehr bewusst und an textlich dafür prädestinierten Stellen in seinen Kompositionen ein”, so die kleine „Vorwarnung” in der Einleitungsrede. Von Mawby bot der Kirchenchor „Missa Mundi” in vier Stücken dar. Den zweiten musikalischen Block des Abends gestaltete „Klangfarben”; diesmal aber von Vorne. Hier wurden die Stücke sehr gut gewählt, um den Stil des Chors zu repräsentieren.

Für den dritten Block traten die etwa 60 Mitglieder beider Chöre in einem stimmgewaltigen Finale gemeinsam auf. Unter den Stücken gab es ein Alleluja, den Abschluss bildete „Jubilate” vom 1962 geborenen Johannes Matthias Michel.

Mit dem Gemeinschaftskonzert wurde den Zuhörern ein Beispiel dafür geboten, dass geistliche Lobgesänge der unterschiedlichsten Genre sowohl in ihrer Eigenart, als auch in Kombination miteinander eindrucksvolle Klangerlebnisse ergeben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert