Kreis Heinsberg - Der „Glückliche” findet die Münze in der Torte

Der „Glückliche” findet die Münze in der Torte

Von: defi
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Anna Kirizakis-Gellissen (4.v.
Anna Kirizakis-Gellissen (4.v.r.) hieß zum Neujahrsfest der Griechischen Gemeinde Kreis Heinsberg zahlreiche Ehrengäste willkommen. Den Neujahrskuchen schnitt Archimandrit Nikodemus Totkas (3.v.l.) an. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Wer diesen Artikel liest und daraufhin seinem griechischen Nachbarn auf die Schulter klopft und ihm eine frohes neues Jahr wünscht, der kommt zu spät, auch wenn die Griechische Gemeinde im Kreis Heinsberg gerade erst ihr Neujahrsfest gefeiert hat.

Auch in Griechenland wird Silvester am letzten Tag des Jahres gefeiert und somit das Neujahrsfest am Tag danach, sprich am 1. Januar.

Mit dem offiziellen Neujahrsfest der Griechischen Gemeinde verhält es sich ähnlich wie mit den Neujahrsempfängen etwa der politischen Parteien, da richtet man sich halt nach den freien Terminen der Lokalität, in der man zu feiern beabsichtigt. Anna Kirizakis-Gellissen ist die Vorsitzende der Griechischen Gemeinde Kreis Heinsberg und feierte mit ihren Landsleuten und vielen Gästen in der Begegnungsstätte Heinsberg ganz traditionell das Protochronia mit den leckeren Fleischspießchen, Souvláki genannt, nach dessen Verzehr sich ein schwungvoller Sirtaki anbietet, um unnötiges Hüftgold gar nicht erst entstehen zu lassen.

Anna Kirizakis-Gellissen konnte auch einige Ehrengäste zum Neujahrsfest begrüßen, wie den Landtagsabgeordneten Bernd Krückel, den Ersten Beigeordneten der Stadt Heinsberg, Jakob Gerards, den Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands Heinsberg, Herbert Eßer, und Thomas Back von der Raiffeisenbank Heinsberg.

Höhepunkt jedes griechischen Neujahrsfestes ist das Anschneiden der Vassilopita, des Neujahrskuchens. Archimandrit Nikodemus Totkas, Pfarrer der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Aachen, Heinsberg, Düren nahm die feierliche Zeremonie des Anschneidens der Vassilopita vor und verteilte die ersten Kuchenstücke an die Ehrengäste. Es dauerte ein Weilchen, bis alle im Saal ihr Kuchenstück genossen und der „Glückliche des Jahres” die Münze gefunden hatte, die der Bäcker mit eingebacken hatte. Theodoros Karaboutas heißt der „Glückliche 2012”, der die nach einem alten Brauch im Neujahrskuchen versteckte Münze fand.

Dieser Brauch geht zurück auf den Bischof Vassilios, der von 330 bis 379 in Kapadokien lebte, das zu dieser Zeit unter römischer Herrschaft stand. Um die hohen Steuern des römische Präfekten, die die meisten Menschen nicht aufbringen konnten, dennoch bezahlen zu können, bat Bischof Vassilios die Reichen des Landes, den Anteil der Armen mit zu übernehmen.

Diese nachahmenswerte Idee rührte den Präfekten derart, dass er auf die Erhebung der Steuer verzichtete. Bischof Vassilios ließ sodann Kuchen backen, in denen er die erlassenen Steuergelder einbacken ließ und verteilte die Kuchen an die Armen im Land.

Bleibt nur ein gutes Jahr 2012 zu wünschen: Kali chronia.
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