Der EVV ist viel zu erfolgreich

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Erkelenz. Der EVV 2000 ist zu erfolgreich für sein knappes Budget. Denn der sportliche Erfolg geht einher mit einem hohen finanziellen Aufwand, der voraussichtlich auch im kommenden Jahr die zu erwartenden Einnahmen übertreffen wurde.

Dies würde bedeuten, dass der EVV erneut seine Rücklagen angreifen müsste, die dementsprechend in absehbarer Zeit aufgebraucht sein würden.

Deshalb hatte der Vorstand um den Vorsitzenden Klaus Roosen zur außerordentlichen Mitgliederversammlung in die Mensa an der Hauptschule eingeladen. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Die finanzielle Lage und die sich daraus ableitende Erhöhung der Mitgliederbeiträge. Darüber hinaus wurde über die Möglichkeit berichtet, die langersehnte Beachvolleyball-Anlage im Bereich des Schulzentrums endlich Wahrheit werden zu lasen.

Doch der Reihe nach, denn zuerst ging es ums Geld. Dem Ansinnen des Vorstandes, die Mitgliedsbeiträge mit sofortiger Wirkung zu erhöhen, stieß bei den Anwesenden auf großes Verständnis. Für das kommende Jahr stehen dem Verein bei geschätzten Einnahmen von rund 24.000 Euro Ausgaben in Höhe von 33.000 Euro gegenüber. Ein großer Teil der Auslagen geht in das Training der erfolgreichen Mannschaften. Allein der fest angestellte Trainer Bogdan Chudzik betreut elf Mannschaften.

Mit Erfolg, denn die zurückliegende Saison war die erfolgreichste in der zehnjährigen Vereinsgeschichte, wie Roosen betonte. Mit den Einnahmen durch Sponsoren und die Mitgliedsbeiträge in der Höhe, die seit fünf Jahren besteht, sei dies nicht mehr zu finanzieren. So schlug der Vorstand vor, die bisher in zwölf verschiedene Tarife aufgeteilte Beitragsstruktur zu straffen und gleichzeitig die Beiträge in einem erträglichen Maße zu erhöhen.

Kinder bis neun Jahren zahlten bisher 54 Euro pro Jahr, Jugendliche bis 17 Jahren 90 Euro. Bei den Kindern bis neun werden zukünftig 96 Euro berechnet. Die Jugendlichen werden mit der Gruppe zehn bis 13 Jahre zu einer Beitragsgruppe zusammengelegt, der Beitrag auf 120 Euro pro Jahr erhöht. Dies sei im Vergleich zu anderen Vereinen durchaus noch moderat, betonte Roosen.

Erhöhung der Mitgliedsbeiträge

Wettkampfspieler ab 18 Jahren zahlen zukünftig 150 Euro, Familien ab drei Personen 276. Hobbyspieler ab 18 Jahren werden ab Anfang Januar mit 120 Euro zu Kasse gebeten. Passive Mitglieder sind mit 30 Euro dabei. Trotz der Erhöhung müssten noch rund 10.000 Euro an Sponsorengeldern an den Start gebracht werden, um den Trainings- und Spielbetrieb in gewohnter Qualität anbieten zu können. Aus dem Publikum kamen Bedenken, ob die neuen Beitragssätze noch zu niedrig angesetzt sein könnten.

Aber auch über die teilweise schlechten Trainingsbedingungen einiger Mannschaften wurde berichtet. Der Beitragserhöhung wurde bei fünf Enthaltungen zugestimmt.

Seit einigen Jahren bemüht sich der EVV um eine Beachvolleyball-Anlage im Stadtgebiet. Nun scheint das Ziel schon in greifbare Nähe gerückt zu sein. Denn durch die Stadt kam das Angebot, ein rund 40 mal 80 Quadratmeter großes Stück an der Landwirtschaftsschule zu nutzen.

Verbunden ist das Angebot mit der Aufforderung, für Dusch- und Umkleidemöglichkeiten zu sorgen. Immerhin hätte die Anlage Platz für vier Spielfelder. Deren Kosten belaufen sich auf rund 40.000 Euro, wie der Vorstand mitteilte. Eine räumliche Lösung könnte gemeinsam mit den Fußballern vom SC 09 gefunden werden.

Denn die planen angrenzend an das Gelände ein Gebäude mit Duschen, Umkleiden und einem Gesellschaftsraum sowie einem Kiosk. Alternativ wäre an eine Container-Lösung zu denken, was bei der Stadt aber auf wenig Gegenliebe stoße. „Das geht nicht mit den Mitgliedsbeiträgen und dem momentanen Etat”, betonte Roosen. Trotzdem wollte er die Bereitschaft der Mitglieder abfragen, ob zu dem Thema weiter geplant und gedacht werden sollte.

Die Anlage selbst ist im kommenden Jahr schon umsetzbar, wann das Gebäude angegangen wird, sei noch nicht klar. Bei immerhin acht Enthaltungen wurde der Vorstand aufgefordert, sich weiter bei dem Thema zu bemühen.
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