Der Dank des Landrats gilt allen Polizeikräften

Von: jwb
Letzte Aktualisierung:
9263286.jpg
Ehrungen standen bei der Gewerkschaft der Polizei an: Kreisgruppenvorsitzender Lothar Engel (2. v. l .) und stellvertretender Landesvorsitzender Rainer Peltz (2. v. r.) gratulierten den Jubilaren. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Mehr als 70 Mitglieder der Gewerkschaft der Polizei (GdP) waren der Einladung zur Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Heinsberg gefolgt. Neben Landrat Stephan Pusch und dem Leitenden Polizeidirektor Friedhelm Hinzen waren auch Kollegen und Kolleginnen aus den Direktionsleitungen anwesend.

Als Gastreferent informierte der stellvertretende Landesvorsitzende der GdP, Rainer Peltz, zugleich Vorsitzender des Hauptpersonalrates, über gewerkschaftliche Themen. Erstmalig konnten Ehrungen für 65 Jahre Mitgliedschaft vorgenommen werden.

Bevor Lothar Engel, Kreisgruppenvorsitzender der GdP, in seinem Geschäftsbericht auf die Arbeit der GdP im Kreis Heinsberg und auf Forderungen an die Politik einging, ergriff Landrat Stephan Pusch als Behördenleiter die Gelegenheit, das Jahr 2014 mit seinen Schwerpunkten zur Polizeiarbeit Revue passieren zu lassen. Vor allem sei die Einstellung von 26 Anwärtern im Kreis Heinsberg ein Schritt in die Richtung zur Verjüngung der Altersstruktur. Sinkende Fallzahlen und eine erhöhte Aufklärungsquote seien Beleg für eine insgesamt erfolgreiche Arbeit der Kreispolizeibehörde.

Zum belastenden Einsatz in Unterbruch vor einigen Monaten berichtete Pusch, dass die schwerverletzten Beamten weitestgehend wieder genesen seien. Er betonte, dass das Verhalten der dort eingesetzten und verletzten Beamten im kürzlich zu Ende gegangenen Prozess von den Richtern als angemessen beschrieben worden sei und sie situationsangepasst vorgegangen seien. Für das Engagement der Polizei im Kreis bedankte sich der Landrat bei allen Polizeikräften.

Gewalt gegen Polizisten

Eine Studie über Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte habe ergeben, dass 80 Prozent der Polizeikräfte mit Bürgerkontakten im Einsatz schon einmal eine Form von Gewalt erfahren hätten. „Wir als GdP verlangen, dass seitens der Politik diesen Erkenntnissen Taten folgen müssen“, griff Lothar Engel in seinem Geschäftsbericht ein seit Jahren bekanntes und bisher ungelöstes Problem auf. Engel sprach auch das „Ressourcendefizit“ bei der Stellenbesetzung an und stellte die Frage an die politisch Verantwortlichen in den Raum: „Was wollen wir als Gesellschaft? Eine schwarze Null oder arbeitsfähige Sicherheitsorgane?“

Ein Mehr an Stellen gefordert

In seinem Referat als Gastredner konnte Rainer Peltz mit den Zahlen zur Personalentwicklung der Polizei im Land Nordrhein-Westfalen keine große Trendwende aufzeigen. So sei zwar auf der einen Seite für das Jahr 2015 keine Absenkung der Stellen zu erwarten, auf der anderen Seite aber sei jetzt schon für den Zeitraum ab 2020 bis 2025 ersichtlich, dass circa 3700 Stellen im Polizeivollzugsbereich in NRW fehlen würden. Da der Schichtdienst zum Berufsfeld des Polizisten gehöre, bleibe die Forderung der GdP NRW, „nicht mit dem Schichtdienst in die Krankheit zu treiben“. Der Stellenplan im Haushalt müsse dies mit einem Mehr an neuen Stellen berücksichtigen, dafür setze sich die GdP ein. Mit der Einstellung von jungen Kolleginnen und Kollegen würde auch dem Problem der Überalterung in den Polizeibehörden entgegengewirkt, so die Position der Gewerkschaft.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert