Der Bogen von Felsmalerei zur modernen Kunst

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Hückelhoven. Eine besondere Kunstausstellung erwartet die Besucher der Kreissparkasse in ihrer Hückelhovener Filialdirektion an der Parkhofstraße. Mit „Verbindungen” präsentieren der Wegberger Fotograf Dieter Grins und die Übach-Palenberger Galeristin Brit-Susann Hanstein die Kunst der australischen Ureinwohner.

Dabei schaffen sie es, den Bogen von jahrtausende alten Felsmalereien zur modernen Kunst der Aborigines zu schlagen. Die Felsmalereien sind die Überlieferung der Kultur und Glaubenswelt der Ureinwohner, die keine schriftlichen Überlieferungen ihrer Kultur besitzen. Grins bereiste den Kontinent mehrmals und fotografierte die teilweise 40 000 Jahre alten Zeichnungen, für die er tagelange Märsche durch das „Outback” unternahm.

Hanstein vertritt seit Jahren australische Aborigines-Künstler in Europa und setzt sich für einen fairen Umgang mit deren Kulturgut ein. Entstanden ist eine so beeindruckende wie aufschlussreiche Zusammenstellung, die den Bogen zwischen früher und heute spannt und interessante Einblicke in die Geisteswelt der Aborigines gewährt. Insgesamt 32 Arbeiten 20 zeitgenössischer australischer Künstler haben Hanstein und Grins nach Hückelhoven geholt.

Zur Eröffnung waren auch die beiden Malerinnen Sarrita und Tarrise King vertreten, die eigens wegen der Eröffnung aus Paris angereist waren, wo sie derzeit in einer Galerie ausstellen. Filialdirektor Leo Görtz betonte bei der Eröffnung der Ausstellung, dass die Ausstellung dazu beitrage, „ein Stück Kultur der australischen Ureinwohner zu vermitteln”. Die Verbindung der frühen Belege dieser „wohl ältesten noch gelebten Kultur” zu den Gemälden der heutigen Künstler erschließe sich den Besuchern „sicher nicht ohne weiteres”.

Grins und Hanstein hoben hervor, dass es von der Felsmalerei („Stone Art”) und den vergänglichen Sandmosaiken ein weiter Weg war bis zur heutigen Malerei der Aborigines mit Acryl oder Aquarellfarben auf Leinwand. Die Ausstellung spiegele die verschiedenen Kunststile der verschiedenen Sprachgruppen innerhalb der Ureinwohner wider. Die Kunst der Ureinwohner ist gleichzeitig Symbol ihres Überlebenswillens und Selbstbewusstseins, mit denen sie auch die jahrelange Verfolgung und Unterdrückung durch die weißen Siedler durchstehen konnten, ohne ihre Identität zu verlieren.

Heute existiert eine florierende Kunstszene der Aborigine-Künstler, auf die auch Sammler in Europa und den USA aufmerksam geworden sind. Die Ausstellung „Verbindungen” ist noch bis zum 17. Dezember während der Öffnungszeiten in der Kassenhalle der Filialdirektion zu besichtigen.
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