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„Der Bischofsbesuch hat Auftrieb gegeben”

Von: bast
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Weihbischof Karl Borsch und Pf
Weihbischof Karl Borsch und Pfarrer Werner Rombach (l.) suchten bei der Pastoralvisitation auch die Begegnung mit den Pfarrangehörigen. Foto: Strickstrock

Erkelenz. Die Pastoralvisitation in den katholischen Pfarrgemeinden St. Lambertus und St. Maria und Elisabeth ist Vergangenheit. Priester und Gläubige müssen nun fünf Jahre warten bis zum nächsten Besuch eines Bischofs oder Weihbischofs der Diözese. Die Auswirkungen des Mammutprogramms, das Weihbischof Karl Borsch in Erkelenz bewältigte, sind aber deutlich zu spüren.

Mal nach der Neustrukturierung der Kirchengemeinden in die Stadt.Das versicherte der Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden beider Pfarren, Werner Rombach, jetzt in einem Gespräch. „Der Bischofsbesuch hat Auftrieb gegeben.” Die Vorbereitungen für die mehr als 100 Termine waren erheblich, immerhin kam ein Vertreter des Bischofs zum ersten

Visitationen sind kirchliche Führungs- und Leitungsinstrumente. Da wird Lob und Tadel verteilt und zukünftige Arbeit angeregt. Aber auch Priester und Gläubige können ihre Sorgen und Wünsche äußern. Bei den Besuchen bei vielen Vereinen, Institutionen, kirchlichen und weltlichen Einrichtungen war der Visitator nach dem Eindruck von Pastor Rombach ein guter Zuhörer, der einige Erkenntnisse sofort an das Bistum weiterleitete. Es gab auch schon Rückmeldungen. Der Besuch, so der GdG-Leiter, habe zur Erkenntnis geführt, „dass der Bischof in Aachen uns ernst nimmt”.

Schon im Einführungsgottesdienst hatte Weihbischof Borsch aufgerufen, sich im Glauben weiter zu bilden. Die Zukunft der Kirche entscheide sich daran, über den Glauben zu sprechen, ihn zu leben und glaubwürdige Zeugnisse abzulegen.

Die Gemeindemitglieder beider Pfarreien nahmen diese Mahnung sehr ernst, sie zeigten durch ihre Anwesenheit bei den Besuchen, dass sie ihn offenen Herzens erwarteten und von der Möglichkeit der Begegnung regen Gebrauch machten. Natürlich hatte der Vertreter des Bischofs auch Wünsche. Er hofft, so Pastor Rombach, dass man gemeinsam auf dem Weg der Fusionen noch besser zurecht kommt, nur eine starke Gemeinschaft könne sich behaupten, er hatte aber für die bisherigen Bemühungen und Ergebnisse Lob, das er den Verantwortlichen spendete.

Höhepunkte waren sicherlich für alle der Sonntag mit den Veranstaltungen zur „Klingenden Kirche” und die Firmungen in den beiden Pfarreien. „Mit Zuversicht und engagiert in die Zukunft” lautet wohl das Fazit dieses Besuches, und der Pastor bekannte freimütig: „ Wenn wir klagen, dann geschieht das auf hohem Niveau. Wir leben hier in einer fast heilen Welt, auch der Gottesdienstbesuch, nicht nur an Feiertagen, liegt um fünf Prozent höher als in Aachen.”

Der Optimismus des GdG-Chefs, der den damaligen Wechsel von Kempen nach Erkelenz keine Minute bereut, ist groß. So hofft er auch auf eine bessere priesterliche Betreuung. Sehr pragmatisch erläuterte er, dass in Indien zwar nur 13 Prozent der Bevölkerung katholisch seien, aber dort mehr Menschen als vorhandene Pfarreien das Priesteramt anstreben. „Warum”, so Rombach, „ laden wir sie nicht zu uns ein. Früher missionierten Europäer in Übersee, da sollten wir uns nicht zu schade sein, heute von dort Hilfe anzunehmen.”

Der Anfang ist in Erkelenz bereits gemacht, der 39-jährige Pater Paul vom Orden der „Nachfolge Christi”, dem Bethany-Orden aus Indien, lernt eifrig die deutsche Sprache. Ihm werden, so hofft Rombach, weitere folgen.

Drei andere Themen durften nicht ausgespart werden: die Turmsanierung, der Orgelbau und Entschädigungszahlungen für die Kirchengebäude in Borschemich und Immerath. Bedauerlich gibt es für den Turm nach den Ausführungen von Pastor Rombach kein Geld aus dem Topf des Denkmalschutzes und auch das Land eine Zuwendung nicht in der erwarteten Höhe zugesagt. Deshalb muss augenblicklich auch überdacht werden, wo noch Kosten eingespart werden können.

Der Zeitplan mit Beginn der Arbeiten im Frühjahr 2012 steht aber nach wie vor. Der Orgelbau ist dagegen nachrangig. Aber der Orgelbauverein wird sich darum kümmern. Die Verhandlungen mit RWE Power im Rahmen der Umsiedlungen laufen und sind auf einem guten Wege. Die Gelder werden den Gläubigen vor Ort zur Verwendung dann zur Verfügung stehen, versicherte Pastor Rombach abschließend.
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