Der Ausbau von Kitas schreitet im Kreis voran

Von: anna
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Kita
2015/2016 werden im Bereich des Kreisjugendamtes mit den Städten Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg sowie den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht 2269 Ü3-Kinder und 685 U3-Kinder die 48 Kitas besuchen. Foto: dpa

Kreis Heinsberg. Auch der Jugendhilfeausschuss des Kreises war von der aktuellen Krankheitswelle betroffen. Da nicht nur der Vorsitzende Willi Paffen erkrankt war, sondern auch seine Stellvertreterin Ilse Lüngen, wurde zunächst Friedhelm Thelen als ältestes Ausschussmitglied aufgefordert, die Wahl ­eines Vorsitzenden für den Ausschuss zu leiten.

Auf Vorschlag von Dr. Christiane Leonards-Schippers wählte ihn der Ausschuss dann gleich zum Vorsitzenden für die gesamte Sitzung. Hans-Jürgen Oehlschläger, Leiter des Kreisjugendamtes, und Friedhelm Sieben, im Amt zuständig für die Jugendhilfeplanung, informierten die Ausschussmitglieder zunächst über die Situation in den Kindertagesstätten (Kitas) im kommenden Kindergartenjahr 2015/2016. Dazu lag in der Sitzung eine detaillierte Aufstellung für alle 48 Kitas im Bereich des Kreisjugendamtes (mit den Städten Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg sowie den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht) vor, gegliedert nach Kindern im Alter unter drei und über drei Jahren, nach den drei verschiedenen Gruppenformen und nach den drei möglichen Stundenzahlen 25, 35 oder 45. Diese Übersicht zeigte im Ergebnis, dass im kommenden Kindergartenjahr insgesamt 2269 Ü3-Kinder und 685 U3-Kinder die 48 Kitas besuchen werden. Aus einer zweiten Übersicht ging hervor, dass zudem 37 Ü3-Kinder und sechs U3-Kinder mit Behinderung in 14 Kitas untergebracht sind.

„Da war eine Unmenge von Fragen zu klären“, würdigte Oehlschläger die Arbeit von Sieben. Dieser wiederum erklärte den Ausschussmitgliedern, dass die detaillierte Aufstellung, diese sogenannte einrichtungsscharfe Jugendhilfeplanung, vom Ministerium für Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen jetzt gefordert sei und ihm bis zum 15. März vorliegen müsse. Einstimmig beschloss der Ausschuss die Vorlage.

Prioritätenliste

Weiter hat der Jugendhilfeausschuss ebenfalls einstimmig eine Prioritätenliste für den weiteren Ausbau der Kindertagesstätten im Hinblick auf die Betreuung von Kindern im Alter unter drei Jahren zugestimmt. Einziger Diskussionspunkt vor der Abstimmung waren die Zuschüsse für die Elternverein-Kita „Meragel“ im Übach-Palenberger Stadtteil Frelenberg. Die angesetzten geplanten Ausstattungskosten für eine Zehner-Gruppe halte er nicht für angemessen, erklärte Oehlschläger. „Die Hälfte wäre anerkennungswürdig.“ Der Träger habe zudem erklärt, selbst keine zusätzlichen Ausgaben tätigen zu können. Der Ausschuss beschloss die Prioritätenliste daher zunächst mit niedriger angesetzten Ausstattungskosten für die Elternverein-Kita. Die Ausschusssitzung im Mai soll nun mit einem Ortstermin in der Kita verbunden werden, bei der den Ausschussmitgliedern eine genaue Aufstellung der Kosten für die Ausstattung vorgelegt werden soll.

Insgesamt stünden für den Kita-Ausbau Bundesmittel in Höhe von rund 615.000 Euro zur Verfügung, so die Vertreter des Kreisjugendamtes. Von den rund zwei Millionen Euro, die der Kreis im April 2012 für den Ausbau zur Verfügung gestellt habe, seien bisher 1,2 Millionen Euro bewilligt worden. Die Prioritätenliste sei unter Berücksichtigung der Bedarfslage, des möglichen Zeitpunktes der Umsetzung und der Zuschusshöhe aufgestellt worden, erklärte Sieben. Platz eins belegt die kommunale Kita in Waldfeucht-Haaren. Es folgen die AWO-Kita im Übach-Palenberger Stadtteil Boscheln und die AWO-Kita in Übach.

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