Den Kindern Mut machen, Nein zum Rauchen zu sagen

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Kreis Heinsberg. Der aktuelle Drogen- und Suchtbericht 2012 bestätigt: Der positive Trend zum Nichtrauchen hat sich unter Jugendlichen auch im Jahr 2011 weiter fortgesetzt.

Der Anteil der Raucher im Alter von zwölf bis 17 Jahren hat sich mehr als halbiert und ist von 28 Prozent im Jahr 2001 auf zwölf Prozent im Jahr 2011 zurückgegangen. Der Tabakkonsum der Erwachsenen veränderte sich in den vergangen Jahren nur leicht und sank auf 30 Prozent, wobei mehr Männer als Frauen rauchen.

Das Ziel der Bundesregierung ist, den Anteil der Raucher bei Kindern und Jugendlichen bis zum Jahr 2015 auf unter zwölf Prozent und bei Erwachsenen auf unter 22 Prozent zu senken.

Auch dem Kreis Heinsberg ist dies ein besonderes Anliegen und so findet in diesem Jahr zum elften Mal in Folge die Projektwoche „Tabakvorbeugung in Grundschulen” statt. Im Rahmen der Tabakpräventionswoche bis zum Freitag, 15. Juni, sind 57 angehende Erzieherinnen des Berufskollegs Ernährung, Sozialwesen und Technik Geilenkirchen kreisweit an 15 Grundschulen in insgesamt 28 Klassen eingesetzt.

In einer zweitägigen Fortbildung wurden die Erzieherinnen durch Herbert Neidig, Bildungsgangkoordinator des Berufskollegs Geilenkirchen, Klaus Poschen von der AOK Rheinland/ Hamburg und Ilona van Halbeek, Fachkraft für Suchtvorbeugung des Kreisgesundheitsamt Heinsberg, auf ihren Einsatz an den Grundschulen vorbereitet.

„Die Erzieherinnen haben gelernt, die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens altersadäquat mit den Kindern zu besprechen. Und sie haben vielfältige Möglichkeiten erfahren, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken und den Mut, Nein zu sagen, bei den Kindern zu festigen”, erklärt Herbert Neidig, Bildungsgangkoordinator des Berufskollegs Geilenkirchen.

„Die Projektwoche ist immer wieder von allen Beteiligten, sowohl von den Grundschülern und Lehrern als auch von den angehenden Erzieherinnen, positiv angenommen und mit sehr viel Begeisterung umgesetzt worden. Dies zeigen auch die beständig hohen Anmeldezahlen und dies freut uns natürlich ganz besonders”, verdeutlicht Klaus Poschen von der AOK Rheinland/Hamburg.

Erreicht werden soll möglichst eine lebenslange Tabakabstinenz, zumindest aber eine Verschiebung des frühen Einstiegsalters nach hinten.

„Das Rauchen ist gerade in jungen Jahren besonders gesundheitsschädlich, und das Risiko einer späteren Nikotinabhängigkeit steigt extrem. Insofern ist es sinnvoll mit der Tabakprävention frühzeitig einzusetzen”, erklärt Ilona van Halbeek.
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