Erkelenz - Demonstration im Gipco: IGBCE fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit

Demonstration im Gipco: IGBCE fordert gleiches Geld für gleiche Arbeit

Von: hewi
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Erkelenz. Zu einer Demonstration hatte die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) am Mittwochnachmittag im Gipco aufgerufen.

Ziel war das Unternehmen Mamor, eine Tochter der Mauser Werke, die am Erkelenzer Standort Kunststoffverpackungen und Container für die chemische Industrie herstellt. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Erkelenz rund 70 Mitarbeiter. Diese werden aber nicht nach dem derzeit gültigen Tarif bezahlt, wie der IGBCE-Gewerkschaftssekretär Dennis Radtke betonte.

Denn als das Unternehmen vor einigen Jahren kurz vor der Insolvenz stand, trat es aus der Arbeitgebervereinigung aus und verabschiedete sich von der tarifgebundenen Bezahlung. Eine Tarifvereinbarung bestehe nur noch für das Werk im süddeutschen Bammental, so Radtke. Diese tarifliche Vereinbarung will die IGBCE auch in Erkelenz umgesetzt wissen.

Es gehe nicht an, dass Kollegen für die selbe Arbeit unterschiedlich entlohnt würden, erklärte Radtke vor rund 100 Mitarbeitern und Familienangehörigen, die sich vor der Verwaltung des Unternehmens versammelt hatten.

Schon im Vorfeld waren Gespräche mit der Firmenleitung gesucht worden, wie Deniz Akkaya sagte. Er ist Mitglied der Tarifkommission und saß bei den Gesprächen mit am Tisch. Allerdings, so Akkaya, führten die Gespräche bisher noch zu keiner akzeptablen Lösung.

„Uns wurde zugesagt, dass der süddeutsche Tarifabschluss auch in Erkelenz gelten soll, wenn die Geschäfte es zulassen”, betonte Radtke am Rande der Veranstaltung. Das ist den Gewerkschaftern aber nicht genug. In Bammental würden pro Woche zwei Stunden weniger gearbeitet und anstelle der in Erkelenz gültigen 27 bezahlten Urlaubstage gebe es in Bammental 30. „Wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit”, hob Radtke hervor. „Denn in Erkelenz ist niemand fauler oder schlechter als in Bammental.” Bei der Forderung gehe es auch um Planungssicherheit für die Arbeitnehmer.

„Wenn der Arbeitgeber nicht zur Vernunft kommt, bleibt uns nur das Mittel des Arbeitskampfes”, betonte Radtke kämpferisch. Vorher jedoch werde ein weiteres Gesprächsangebot unterbreitet, das Radtke jedoch als „ergebnisorientiert” bezeichnete.

Das Ergebnis steht für Gewerkschaft fest: Übernahme des Tarifwerkes der süddeutschen Kollegen am Standort Erkelenz. „Die Zeit der vagen Zusagen und Vertröstungen ist vorbei”, erklärte ein Mitarbeiter des Unternehmens. „Wenn es nötig wird, werden wir auch streiken.”
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