„Demokratie heißt: Hingucken und Gesicht zeigen“

Von: defi
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„AWO für Vielfalt - AWO gegen Rassismus“: Ulla Sevenich-Mattar (2. v. l.), Fachbereichsleiterin der AWO-Kinder- und Jugendhilfe, erläuterte die Ausstellung. Der AWO-Kreisvorsitzende Josef Krawanja (3. v. l.) und AWO-Geschäftsführer Andreas Wagner (l.) und andere folgten ihr aufmerksam.

Kreis Heinsberg. „Demokratie heißt: Hingucken und Gesicht zeigen“, sagte Josef Krawanja, Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes Heinsberg, bei der Eröffnung der Ausstellung „AWO für Vielfalt - AWO gegen Rassismus“ im AWO-Altenzentrum in Heinsberg an der Siemensstraße.

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus hatte die Arbeiterwohlfahrt bundesweit alle Gliederungen, Dienste und Einrichtungen zu Aktionen aufgerufen. Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag gegen Rassismus gehe auf das Massaker des Apartheid-Regimes im südafrikanischen Sharpeville am 21. März 1960 zurück, bei dem die Polizei eine friedliche Demonstration schwarzer Südafrikaner gewaltsam aufgelöst und 69 Menschen getötet und Hunderte verletzt habe, erläuterte Krawanja den Hintergrund.

Die AWO im Kreis Heinsberg wolle mit ihrer kleinen Ausstellung dazu beitragen, Denkstrukturen aufzubrechen und Beteiligte zu sensibilisieren. Denn die Frage nach der Herkunft werde häufig nur Menschen gestellt, bei denen ein Migrationshintergrund etwa aufgrund dunkler Hautfarbe vermutet werde. Dies rufe bei den Betroffenen häufig ein Gefühl der Nichtzugehörigkeit hervor.

Die auf Stellwänden im Foyer des AWO-Altenzentrums präsentierte Ausstellung zeigt Fragebögen, auf denen AWO-Mitarbeiter ihre Herkunft darlegen. Ziel der Fragebogenaktion war es, aufzuzeigen, dass Migration eine Normalität in der Biografie der allermeisten Menschen in Deutschland ist.

Auch die AWO-Kindertagesstätten beteiligten sich an der Fragebogenaktion, wie Ulla Sevenich-Mattar, Fachbereichsleiterin der AWO-Kinder- und Jugendhilfe, erklärte. 35 bis 40 Prozent der Kinder in den AWO-Kindergärten, in Hückelhoven beispielsweise sogar 50 bis 60 Prozent, hätten einen Migrationshintergrund, so Sevenich-Mattar weiter. Entsprechend vielfältig sei auch die Herkunftsgeschichte der Elternschaft.

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