Das Trinkwasser und seine Lieferanten

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Über den Besuch aller drei heimischen CDU-Abgeordneten – Wilfried Oellers aus dem Bundestag sowie Bernd Krückel und Dr. Gerd Hachen aus dem Landtag – durfte sich am Mittwoch das Kreiswasserwerk Heinsberg freuen.

Geschäftsführer Michael Leonards hieß die Gäste am Hauptsitz des Unternehmens in Wegberg-Uevekoven willkommen.

Im Kreis Heinsberg versorgt das Kreiswasserwerk 130.000 Einwohner in den Nordkreis-Städten Erkelenz, Hückelhoven, Wegberg und Wassenberg. Außerdem sind das Verbandswasserwerk Gangelt, die Stadtwerke Heinsberg und das Gemeindewasserwerk Waldfeucht sowie im Übach-Palenberger Stadtgebiet Enwor aus Herzogenrath (Städteregion Aachen) für die Trinkwasserversorgung im Heinsberger Kreisgebiet verantwortlich.

Auf die Frage im Pressegespräch, ob die Christdemokraten sich langfristig eine kreisweite Wasserversorgung aus einer Hand, sprich ein „echtes“ Kreiswasserwerk wünschen würden, antwortete Bernd Krückel, der auch Kreisvorsitzender der CDU ist: „Mit dem Anspruch sind wir nicht unterwegs.“ Zum einen, weil die heimischen Wasserversorger gut miteinander kooperieren würden. „Uns ist aber an einer regionalen Sicherstellung der Wasserversorgung gelegen“, betonte ­Krückel und fügte präzisierend hinzu, dass er damit Versorger aus dem Kreis Heinsberg selbst meine. So äußerte er Kritik in Richtung Stadt Übach-Palenberg, die nach seiner Ansicht „gut daran getan hätte“, sich dem Konzept des Kreiswasserwerkes anzuschließen, das eine qualitativ hochwertige Wasserversorgung zu günstigen Preisen sichergestellt hätte. Das habe das Kreiswasserwerk in den vergangenen Jahrzehnten im Nordkreis bewiesen. „Mit einem wohlwollenden Partner Kreiswasserwerk wäre Übach-Palenberg besser unterwegs gewesen“, zeigte sich Krückel überzeugt.

Im Ausschreibungsverfahren für die Wasserkonzession in Übach-Palenberg ist das Kreiswasserwerk, das zum Thema Wasserversorgung in der südlichsten Stadt des Kreisgebietes drei Jahre lang Verhandlungen geführt hat, inzwischen nicht mehr im Rennen. „Wir haben kein Angebot gemacht“, hatte Geschäftsführer Michael Leonards im Juli erklärt. Nach seinen Informationen haben Gelsenwasser, EWV, NEW und Enwor Angebote abgegeben. Den Schritt des Kreiswasserwerks begründete Leonards mit der Ausschreibung, in der die Stadt Auswahlkriterien gewählt habe, die auf Enwor zugeschnitten seien.

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