Das Singen soll Kindern wieder Spaß machen

Von: defi
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Kreis Heinsberg. Es wird kaum noch gesungen an den Grundschulen, das musste auch Harald Peltzer, Musiklehrer an der Sonnenscheinschule Heinsberg, feststellen, und so gründete er einen Schulchor, der nun beim zweiten Musikpädagogischen Tag im Kreis Heinsberg seinen großen Auftritt hatte.

Begeisterten Applaus gab es für den Chor und seinen Leiter von mehr als 50 Grundschullehrern, die sich für die drei an diesem Tag im Kreishaus angebotenen Workshops angemeldet hatten.

Veranstalter des Musikpädagogischen Tages waren der Pädagogische Beirat der Kreissparkasse, das Schulamt und die Anton-Heinen-Volkshochschule. Heinrich Spiegel begrüßte als Sprecher des KSK-Beirates die Teilnehmer. VHS-Leiter Franz-Josef Dahlmanns dankte Schulamtsdirektor Peter Kaiser und der Kreissparkasse, vertreten unter anderem durch den Vorstandsvorsitzenden Thomas Pennartz, für die Unterstützung bei der Durchführung des Projekts.

VHS-Fachbereichsleiter Ingo Rümke hatte die Organisation der Workshops übernommen. Drei Referenten vermittelten den Grundschullehrern getreu dem Veranstaltungsmotto „Singen macht Spaß - Gesang in der Grundschule”, wie Kinder wieder zu Stimme kommen können. Harald Peltzer war einer der Referenten. Mit seinem Chor hatte er den Teilnehmern schnell deutlich gemacht, wie viel Freude Kinder beim Singen erleben.

„Jedes Kind hat doch eine Stimme”, so Peltzer, „ohne eine teures Instrument kaufen zu müssen, können wir diese Kinder doch ganz einfach an die Musik heranführen.” Jekiss lautet das Programm, das Peltzer dabei einsetzt. Jekiss Jedem Kind seine Stimme wurde für den Gesangsunterricht entwickelt; Peltzer hat Jekiss zu einem System für die Chorarbeit im Grundschulbereich umgearbeitet.

Spielerisch werden Atem- und Stimmtechniken trainiert. Peltzer: „Wir möchten die Kinder in ihre kindgerechte Stimmlage zurückführen. Die Musik, die die Kinder über ihre MP3-Player hören und nachsingen, ist doch in der Tonlage viel zu tief. Wir wollen die Lieder wieder zurück in die Schule bringen.”

Der Funke bei der Vorführung des Sonnenschein-Chors war schnell auf das Publikum übergesprungen. Auch Natalie Diart, Konzertsängerin und Gesangspädagogin, gratulierte Harald Peltzer zu seinem Chor. Natalie Diart leitete den zweiten Workshop des Musikpädagogischen Tages. Sie bot den Lehrern einen Crash-Kurs in Atem- und Stimmtechnik an.

Diart: „Man kann ganz schnell Fortschritte erzielen, wenn man für die Artikulation sensibilisiert und den Stimmklang optimiert. Die Stimme ist doch ein Instrument, das zu bespielen man lernen muss.”

Aus Köln angereist war die dritte Dozentin, die Musiklehrerin und Diplom-Sportlehrerin Nina Herwig. Sie übte mit den Lehrern afrikanische Lieder mit tänzerischer Bewegung und Spiel sowie die perkussive Liedbegleitung.
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