Kreis Heinsberg - Das SFZ zählte 2016 rund 2500 Besucher

Das SFZ zählte 2016 rund 2500 Besucher

Von: disch
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Vor dem Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum in der Kreisstadt Heinsberg an der Hochstraße: Birthe Schnittker, Brigitte Krükel und Angela Mirbach (von links nach rechts). Foto: defi

Kreis Heinsberg. Rund 2500 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Heinsberg haben das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum im Kreis Heinsberg (SFZ), das Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement fördern soll, im vergangenen Jahr besucht.

Das geht aus dem jetzt vorgelegten Jahresbericht 2016 hervor. Es handelte sich um Besucher von Selbsthilfegruppen oder dem Büchermarkt sowie Interessierte an freiwilligem Engagement und Selbsthilfe. Es gab aber auch Anfragen von Menschen zur Orientierung im System sozialer Hilfen. Da zeige sich ein wachsender Bedarf, heißt es im SFZ-Bericht.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 47 Engagementberatungen. Von Einrichtungen und Institutionen wurden 14 Bedarfe an Freiwilligen gemeldet. Ein Großteil dieser Bedarfsmeldungen stammte aus den Bereichen Seniorenarbeit, Gefährdeten- und Behindertenhilfe sowie Kinder- und Jugendarbeit. Im Bereich Selbsthilfe gab es 265 Anfragen von Interessenten, 207 Kontakte von Selbsthilfegruppen und 325 Unterstützungsanliegen von professionellen Kräften.

In der Region wirken 78 Selbsthilfegruppen; teilweise mit Untergruppen. Das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum bietet Räumlichkeiten und Unterstützung bei Vernetzung und Austausch an. Die Unterstützung umfasst Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Hilfestellung in organisatorischen, finanziellen und gruppendynamischen Fragen, Fortbildung, Vermittlung von Fachkräften sowie gemeinsame Präsentation in Veranstaltungen. Durch Beratung und Begleitung in der Anfangsphase unterstützte das SFZ im Jahr 2016 drei Gründungen von Selbsthilfegruppen: Lipödem/Lymphödem; Adipositas; COPD und Lunge.

Das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum wird finanziell durch Fördermittel des Kreises Heinsberg, der gesetzlichen Krankenkassen und des Landes Nordrhein-Westfalen sowie durch die Eigenleistung der Trägergemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege getragen.

Der Fachbereich Selbsthilfe berät und vermittelt Interessierte in Selbsthilfegruppen beziehungsweise verweist gleichzeitig oder alternativ an entsprechende Facheinrichtungen. Gründungsinitiativen werden unterstützt und auf Wunsch in der Anfangsphase begleitet. Der Fachbereich Freiwilligenarbeit unterstützt Interessenten, das passende Ehrenamt zu finden.

Ebenso werden Organisationen, Einrichtungen, Vereine und Kirchengemeinden im Bereich Freiwilligenarbeit und Ehrenamtskoordination unterstützt. Öffentlichkeitsarbeit gehört ebenfalls zu den Aufgaben des SFZ. So gibt es drei- bis viermal im Jahr einen Newsletter, mit dem über aktuelle Themen und Veranstaltungen rund um die Themen Ehrenamt und Selbsthilfe informiert. Das SFZ ist bei Facebook mit einer eigenen Seite vertreten. Und mit pfiffigen Sprüchen und auffälligen Farben soll mit neuen Postkarten auf eine andere Art und Weise auf das SFZ aufmerksam gemacht werden.

Nachdem Hannelore Viehöver-Braun im November nach zwölfjähriger Tätigkeit in Heinsberg nach Düren gewechselt war, komplettierte Birthe Schnittker als Diplom-Sozialpädagogin in der Selbsthilfe-Kontaktstelle das SFZ-Team, dem Angela Mirbach und Julia Wilms im Bereich Ehrenamt sowie Brigitte Krükel als Verwaltungskraft angehören. Zudem leisten vier ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Unterstützung in der alltäglichen Arbeit des Zentrums.

Das Team vom SFZ will verstärkt auch den Kontakt zu Schulen suchen

Das Team vom Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum, das sich zum Ziel gesetzt hat, dass es mit seinen Tätigkeiten für Selbsthilfe und Ehrenamt als ein Zentrum wahrgenommen wird, will in diesem Jahr sich verstärkt in sozialen Einrichtungen vorstellen, aber auch den Kontakt zu Schulen im Kreisgebiet suchen. So soll insbesondere jungen Menschen verdeutlicht werden, welche Möglichkeiten Selbsthilfe bietet und welche Bedeutung bürgerschaftliches Engagement hat.

Mit Ausstellungen in seinen Räumlichkeiten will das SFZ ehrenamtlich Tätigen wie auch Engagierten aus dem Bereich Selbsthilfe, die künstlerisch aktiv sind, ein Forum bieten.

Das SFZ ist in der Kreisstadt Heinsberg an der Hochstraße 24 zu finden und telefonisch zu erreichen unter Telefon 02452/156790 oder 1567922 . Die Öffnungszeiten sind montags, dienstags und freitags ­jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr. Zusätzliche Termine sind nach Vereinbarung möglich.

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