Kreis Heinsberg - Das Rurtal Trio: Einwöchige Party mit vielen Geschenken

Das Rurtal Trio: Einwöchige Party mit vielen Geschenken

Von: Dettmar Fischer
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Gut unterwegs: Löschmeister Josef Jackels und Landwirt Hastenraths Will auf Hawaii. Foto: Dettmar Fischer

Kreis Heinsberg. Das Wichtigste zuerst. 1.: Fredi Jaspers hat eine Neue, dank Flirtkurs der VHS Uetterath. Gleich in der ersten Kursstunde legte Fredi eine Portion unwiderstehliche Poesie in die Waagschale und eroberte Claudias Herz: „Früher war mein größter Traum ein Audi A, heute träum ich nur noch von Claudia.“

2.: Das Rurtal Trio feiert sein 50-Jähriges am Dienstag, 17. September 2041, natürlich, wenn sie dann noch steht, in der Aula Hückelhoven. Beide Nachrichten enthalten ein bisschen Wahrheit, vor allem die mit Claudia ist aber mit Vorsicht zu genießen.

Zum 25-Jährigen des Rurtal Trios ist eigentlich schon alles gesagt worden von Löschmeister Josef Jackels und Landwirt Hastenraths Will beim Jubiläumsmarathon in der Traditionsspielstätte Aula Hückelhoven: siebenmal ausverkauft, volles Haus, tolle Stimmung, viele Erinnerungen an die gute alte Zeit, … an Martina (schnief), kurz an ein Stück kreisheinsberger Geschichte. Die Selfkänter mögen das „kreisheinsberger“ bitte nachsichtig hinnehmen, schließlich hatte am 12. Juli 1991 ja alles im „Dörfchen“ Erkelenz mit dem ersten Auftritt von Deutschlands erfolgreichstem Zwei-Mann-Trio begonnen.

Alle waren zur Jubiläumsparty gekommen, das Publikum (Hastenraths Will: „Wenn Sie alle heute nicht da gewesen wären, wäre das schon irgendwie komisch gewesen“) und natürlich Fredi und Borowka, Heribert Oellers, Citroen-Händler aus Saeffelen, Josef und Will, die legendäre Coverband Top Sound und last but not least Christian „Mahoni“ Macharski und Marc „Brüh“ Breuer, die zwei, die hinter allem stecken. Nach der Trennung des Rurtal Trios, in aller Freundschaft, im Jahre 2010 und dem Ausbau der Solokarrieren fanden Macharski und Breuer zum 25-Jährigen in der vergangenen Woche wieder gemeinsam auf die Bühne.

Die Helden von damals kamen noch mal zum Zug und spielten Realsatire, unterstützt von den Freiwilligen der Jugendfeuerwehr Saeffelen. Der Knüller der Show war sicherlich der Auftritt der beliebten Coverband Top Sound in Bestbesetzung mit dem sexy Frontmann Manni „The Voice“ Mertens, begleitet von der Nebelmaschine und dem Gitarristen Didi „Appelkorn“ Mevissen. Wie „The Voice“ (Marc Breuer, immerhin auch 25 Jahren älter geworden) da über die Stuhlreihen ins Publikum turnte, war schon sehenswert. Anrührend war der liebeskummernde Fredy Jaspers (Christian Macharski), der von Martina verlassen den Weg für hoffnungsvolle Fälle ging und einen Flirtkurs bei der VHS Uetterath besuchte. Pech für Claudia (oder Glück?), die aus dem Publikum auf die Bühne gebetene Schöne, die in diesem Sketch die Partnerin von Mahoni und Brüh spielen durfte. Was aus der Romanze wohl werden wird?

Löschmeister Josef Jackels und Landwirt Hastenraths Will verschlug es dank eines Preisausschreibens eines Fruchtsaftherstellers nach Hawaii, Spitzenhotel mit Blick auf den FKK-Strand.

Eine wunderbare Zugabe (Breuer: „Der letzte Bus nach Millich ist doch noch nicht weg?“) hatten Macharski und Breuer auch noch für ihre Fans mitgebracht. Fredy und Borowka gingen heiraten, nicht selber natürlich, nur als Zuschauer bei Sascha und Natascha. Fredy und Borowka hatten sich fein gemacht, Lederimitatkrawatte, fliederfarbene Jacketts aus der Kleiderstube und Frisuren vom Feinsten, was ohne Friseur zu bekommen ist.

Da standen sie nun auf der Bühne der Aula vor 753 Fans, und man konnte sich gut vorstellen, dass sie genau so auch vor 25 Jahren auf der Bühne des Erkelenzer Pfarrheims gestanden hatten: Zwei, die so nur der Selfkant hatte erschaffen können, Zwei, die das Leben verstanden haben, zumindest das im Selfkant, mehr braucht man ja schließlich auch nicht.

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