Kreis Heinsberg - Das Rote Kreuz ist vielfältig aktiv im Kreis

Das Rote Kreuz ist vielfältig aktiv im Kreis

Von: dmd
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Auch Ehrungen standen bei der Kreisversammlung vom Deutschen Roten Kreuz auf der Tagesordnung. Foto: Mengel-Driefert

Kreis Heinsberg. Das Deutsche Rote Kreuz hatte seine Mitglieder zur Kreisversammlung eingeladen. Dr. Michael Vondenhoff, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Heinsberg, eröffnete diese Versammlung im Erkelenzer Haus des DRK.

Kreisgeschäftsführer Lothar Terodde legte den Jahresbericht und den Jahresabschluss für das vergangene Jahr vor. Anders als in früheren Jahren hatte er gute Nachrichten: Es gab wie für 2014 – da waren es 10.000 Euro – auch für 2015 wieder ein Plus. „Wir schließen mit einem Überschuss von rund 25.000 Euro ab.“ Das positive Ergebnis sei auf Einnahmen der Flüchtlingshilfe zurückzuführen, auch die Spendengelder seien gestiegen.

Terodde sprach von der großen Herausforderung, welche die Flüchtlingsaufnahme mit sich gebracht habe. Die Hilfsorganisation hatte erstmalig im August 2015 von der Stadt Heinsberg den Auftrag erhalten, eine Notunterkunft für 150 Flüchtlinge und Asylsuchende einzurichten. Die DRK-Einsatzeinheiten richteten zwei Turnhallen mit Feldbetten, Wolldecken und Kopfkissen ein. Ehrenamtliche Kräfte sicherten den Betrieb in den ersten zwei Wochen. Inzwischen wurde diese Notunterkunft aufgelöst. In den Folgemonaten September und Oktober 2015 hatte das DRK zwei weitere Notunterkünfte organisiert: in Erkelenz (vorübergehend waren die Turnhallen am Berufskolleg ein Domizil für Flüchtlinge) und in Geilenkirchen (die Räumlichkeiten in der Selfkant-Kaserne in Niederheid werden heute noch genutzt). Diese Notunterkünfte waren ebenfalls von ehrenamtlichen Personal in Betrieb genommen worden.

Zum Jahreswechsel 2015/2016 zählte das DRK rund 8300 Fördermitglieder und 650 aktive Mitglieder; die Zahl der Fördermitglieder reduzierte sich um 200. Im vergangenen Jahr leisteten die Rotkreuzgemeinschaften 145 sanitäts- und rettungsdienstliche Einsätze mit rund 5500 Einsatzstunden. Unter anderem kümmerte sich das DRK bei einer Bombenentschärfung im Stadtgebiet von ­Hückelhoven um die evakuierten Bürger.

In der Breitenbildung nahmen 4400 Teilnehmer an 330 Kursen teil. Das Familienbildungswerk zählte mehrere Tausend Teilnehmer aller Altersstufen. Die Ausbildung zum Pflegediensthelfer weitete sich auf sieben Kurse mit 111 Teilnehmern aus.

Das DRK im Kreis organisierte vieles: Blutspendetermine, Fahrdienste, den Hausnotrufdienst, Erholungsfahrten oder das Kleiderstübchen sowie vom Jugendrotkreuz das Zeltlager und das Teddybärenkrankenhaus.

Der erwirtschaftete Überschuss von 25.000 Euro werde in die Flüchtlingsarbeit und Armutsbewältigung investiert, kündigte Geschäftsführer Terodde an. Konkret gehe das Geld an die Kristallisationspunkte gegen Armut und für Integration in den Städten Heinsberg, Erkelenz und Hückelhoven sowie bald auch in Geilenkirchen.

Im Rahmen der Versammlung ehrte der Vorstand langjährige Mitglieder: 40 Jahre: Detlef Hunscha, 50 Jahre: Peter Mevissen, 55 Jahre: Johannes Holzweiler, 60 Jahre: Giesela Hohm und Eva Kohnen. Christoph Caron wurde als neuer stellvertretender Geschäftsführer vorgestellt. Dank galt seiner Vorgängerin Marianne Grevenrath für ihre 45-jährige Tätigkeit für das Deutsche Rote Kreuz.

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