Kreis Heinsberg - Das nächste Mammut-Projekt steht bereits bevor

Das nächste Mammut-Projekt steht bereits bevor

Von: disch
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Die Hauptstelle der Kreissparkasse Heinsberg in Erkelenz: Was wird aus dem Gebäude? Kommt es zur Sanierung oder zum Abriss? Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Nach dem Mammut-Projekt mit dem mächtigen Neubau der Filialdirektion in der Kreisstadt Heinsberg steht die Kreissparkasse vor dem nächsten großen Bauvorhaben. Es geht um die KSK-Hauptstelle in Erkelenz am Dr.-Eberle-Platz. In den kommenden Monaten sollen die entscheidenden Weichen gestellt werden: für eine umfassende Sanierung oder vielleicht sogar für einen Abriss und einen Neubau.

Lothar Salentin, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, betonte auf Anfrage, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Es bestehe aber in den Gremien der KSK Einvernehmen darüber, dass an dem in den 60er Jahren konzipierten und 1972 fertiggestellten Gebäude etwas getan werden müsse. Derzeit untersuchen Fachleute der zum Sparkassenverbund gehörenden DAL Bautec die verschiedenen Optionen.

In den kommenden Wochen sollen die Ergebnisse des Gutachtens dem Vorstand der Kreissparkasse vorgestellt werden. Im Februar oder März soll sich dann der KSK-Verwaltungsrat mit den Vorschlägen der Experten befassen.

Wie Salentin bestätigte, zeichne sich bereits jetzt ab, dass eine Sanierung „sehr teuer” würde. Es werde davon ausgegangen, dass sie über zehn Millionen Euro kosten würde. Das Heizungssystem und vor allem die Wärmedämmung sollen auf einen modernen Stand gebracht werden, aber auch andere Aspekte der Gebäudetechnik und des Feuerschutzes sollen mit in den Blick genommen werden.

Ein brisantes Thema ist Asbest. Beim Bau der sieben Stockwerke in die Höhe ragenden Sparkassenzentrale war die Feuerbeständigkeit der Eisenträger durch Asbest erreicht worden, das dabei reichlich verbaut wurde.

Um Gesundheitsgefährdungen auszuschließen, wurde das Asbest nach Salentins Angaben mit Hilfe von Wandputz „verkapselt”. Asbestsanierungen gelten als sehr aufwendig. So gebe es beispielsweise auch Überlegungen, möglichst wenig Decken und Wände aufzureißen und dem Gebäude wärmetechnisch eine komplett neue Hülle in Form von Glas zu geben. Verschiedene Optionen würden mit Blick auf eine eventuelle Flächenvergrößerung geprüft.

Es werde nach der zweckmäßigsten und wirtschaftlichsten Lösung gesucht - nach Möglichkeit auf der Basis des bestehenden Baukörpers. Nur wenn die Wirtschaftlichkeit durch eine Sanierung nicht zu erreichen sei, würde auch ein Neubau in Erwägung gezogen, so Salentin.

Bauarbeiten wird es in der KSK-Hauptstelle nach Salentins Angaben in diesem Jahr noch nicht geben, erst 2010. Doch wenn die Beschlüsse gefasst seien, solle mit den Planungen begonnen. Dabei würden auch die Stadtväter eingebunden, so Salentin.

Denn wohl ohne Zweifel gilt: Das markante Sparkassengebäude prägt das Stadtbild und die Silhouette von Erkelenz mit.
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