Wassenberg - Das FranceMobil bringt Brezel und Baguette

Das FranceMobil bringt Brezel und Baguette

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:
Sylvie Colomb von FranceMobil
Sylvie Colomb von FranceMobil zu Gast in der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg. Foto: Verena Müller

Wassenberg. Suche die passenden Paare: Brezel und Berliner Fernsehturm? Nein. Brezel und die Tageszeitung Le Monde? Nein. Brezel und Baguette? Ja! Das passt. Die Brezel ist ein typisch deutsches Gebäck, das Baguette typisch französisch.

Ein deutsch-französisches Memory war Bestandteil einer spielerisch gestalteten Unterrichtsstunde des FranceMobils, das am Dienstag an der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg zu Gast war. Das FranceMobil ist eine Initiative der französischen Botschaft und der Robert-Bosch-Stiftung und soll die französische Kultur und Sprache in Deutschland populärer machen.

Einen ganzen Vormittag stand das FranceMobil auf dem Schulhof der Gesamtschule, die Klassen, bei denen am Dienstag sowieso Französisch auf dem Stundenplan stand, hatten Glück und durften in den Klassenraum, in dem Sylvie Colomb mit ihrem Unterrichtsmaterial auf die Schüler wartete.

Am Anfang stand langsames Aufwärmen auf dem Programm: Wie man heißt, was man mag und nicht mag. Luise mag Hunde, Leon Fußball, andere Jugendliche, die in der siebten Klasse Französisch als Wahlpflichtfach genommen haben, mögen das Schulfach Mathe nicht oder auch Schule im Allgemeinen.

In der nächste Runde fragt Sylvie Colomb, wer schon mal in Frankreich war. Dann erklärt sie, wie das deutsch-französische Memory-Spiel geht. Die einzelnen Worte spricht sie sehr langsam und deutlich, sie wiederholt ihre Anweisungen, die sie oft mit vielen Gesten untermalt. Wenn mal zu viele Fragezeichen in den Gesichtern der Jugendlichen stehen, wechselt sie auch kurz die Sprache.

Das FranceMobil sei schon zum zweiten Mal in Wassenberg zu Gast, erzählt Isabelle Wintrich-Lagny. Sie ist Französisch-Lehrerin an der Schule und hat den Vormittag gemeinsam mit ihrer Kollegin Resi Seidl und der Fachkonferenzvorsitzenden Michaela Husarek begleitet. „Vermutlich müssen wir aber im kommenden Jahr auf einen Besuch verzichten”, meinte Wintrich-Lagny, da der Proporz gewahrt werden müsse und das Mobil immer schnell ausgebucht sei.

Bundesweit sind seit September 2002 Französisch-Lektoren wie Sylvie Colomb im Einsatz, in NRW sind zwei FranceMobile unterwegs. „Wir besuchen drei Schulen pro Woche”, erzählte Colomb.

Erfahrungsgemäß haben jüngere Schüler geringere Berührungsängste als ältere. Die Jugendlichen der Jahrgangsstufe 7 schienen keine größeren Schwierigkeiten zu haben, auch wenn der „Tour Eiffel” sich erst in der dritten Runde zu Wahrzeichen Frankreichs einprägte.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert