Kreis Heinsberg - Das Fliegenbinden stellt Ausgleich zum stressigen Berufsleben dar

Das Fliegenbinden stellt Ausgleich zum stressigen Berufsleben dar

Letzte Aktualisierung:
8367672.jpg
Ein „Käfer“: Dieses Foto zeigt das künstliche, von Dietmar Müller auf einen Haken gebundene Insekt.

Kreis Heinsberg. Bei der siebten offenen Deutschen Meisterschaft im Fliegenbinden haben sich Dietmar Müller und Hans-Peter Jansen von den Wurmtaler Fliegenfischern erfolgreich platziert. In der Kategorie Trockenfliege belegte Müller den 13. Rang, während ­Jansen auf Platz 24 notiert wurde. Teilnehmer aus elf Nationen ­waren bei diesen Titelkämpfen mit von der Partie.

Hans-Peter Jansen und Dietmar Müller sind leidenschaftliche Fliegenfischer. Beide beherrschen – neben der Fischerei – eine Handwerkskunst, die eine wohltuende Ruhe mit sich bringt und einen Ausgleich vom stressigen Berufsleben darstellen kann. Sie folgen ­einer Leidenschaft, der immer mehr Anglerinnen und Angler verfallen – dem Fliegenbinden. Dabei bedeutet Fliegenbinden, Insekten, die im oder am Wasser leben, in den verschiedensten Entwicklungsstadien nachzubinden. Käfer, Krebse und Köcherfliegenlarven werden genauso imitiert wie Heuschrecken, Ameisen oder Maifliegen.

Dies geschieht bei vielen „Bindern“ als einfache Form, bei der „nur“ Umrisse und Konturen des jeweiligen Insektes imitiert werden. Manchmal entstehen auch Insekten, die es nur in der Fantasie des „Binders“ gibt. Oder aber es entsteht ein kleines Kunstwerk, eine perfekte Kopie, die von einem echten Insekt selbst aus der Nähe nur schwer zu unterscheiden ist.

Hans-Peter Jansen und Dietmar Müller beherrschen diese Kunst, aus künstlichen und natürlichen Materialien naturgetreue Imitationen von Insekten zu schaffen, in Perfektion. Nicht selten entstehen solche kleinen Kunstwerke, wenn verschiedene Stadien der Insekten filigran und detailgetreu auf einen kleinen gebogenen Haken gebunden werden. Bei der kunstvollen Anfertigung dienen Federn, Felle, Haare und Faden sowie viele weitere natürliche und künstliche Materialien als Arbeitsmaterial.

„Die höchste Befriedigung aber vollzieht sich am Fluß, wenn es gelingt, das künstliche Insekt mit der Fliegenrute so elegant zu präsentieren, dass die große Bachforelle nicht widerstehen kann“, so Dietmar Müller. „Erst dann“, bestätigt Hans-Peter Jansen, „findet das kleine Kunstwerk seinen Abschluss und Bestätigung.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert