Das Engagement gegen Rechts geht weiter

Von: hewi
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Kreis Heinsberg. Im Bündnis gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Toleranz im Kreis Heinsberg haben sich politische Parteien, Institutionen, Glaubensgemeinschaften und Gruppen zusammengeschlossen.

Ihr Ziel ist es, durch zivilgesellschaftliches Engagement rechtsextremen Tendenzen entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen. Der rund zehnköpfige Sprecherkreis koordiniert die Arbeit der einzelnen Arbeitskreise. Doch die werden allmählich weniger. Seit dem Start des Bündnisses war die Anzahl der Arbeitskreise auf fünf angewachsen, mittlerweile sind nur noch zwei aktiv.

Eine Entwicklung, die auch Christian Ehlers bei der Vollversammlung des Bündnisses in der Ratheimer Friedenskirche kritisierte. Derzeit seien nur noch die beiden Arbeitskreise Kinder, Jugend, Schule sowie Integration aktiv. Dies sei vor allem auf die zu dünne Personaldecke zurückzuführen, betonte auch Ehlers‘ Sprecherkollege Ralf Zanders. Um eine effektive Öffentlichkeitsarbeit und auch eine Präsenz vor Ort leisten zu können, müsse die Bereitschaft der Mitglieder zum Mitmachen geweckt werden.

„Wenn wir unser Ziel erreicht hätten, wären wir überflüssig“, sagte Hans Latour. Solange es noch Initiativen vor Ort gebe, sei auch der Bedarf an der Arbeit des Bündnisses vorhanden.

Drei der Initiativen wurden beim Treffen vorgestellt und diskutiert. Dabei ging es um die Themen „Erinnern“ mit der Geilenkirchener Initiative Erinnern, „Dagegenhalten“ mit der Bürgerinitiative gegen Rechts, die sich in Schierwaldenrath gegründet hat, und „Verhindern“ mit den Organisatoren der Interkulturellen Woche, wobei auch das aktuelle Fest der Kulturen in Hückelhoven angesprochen wurde.

Der Zuspruch bei den offenen Veranstaltungen sei ungebrochen steigend. Dies konnte auch Christa Nickels bestätigen, die sich in Geilenkirchen engagiert. „Die Arbeit zahlt sich aus“, betonte sie und verwies auf die gut besuchten Termine im vorigen Jahr.

Die Tätigkeitsbilanz des Bündnisses für die letzten beiden Jahre kann sich trotz personeller Engpässe sehen lassen. Sie reicht von interreligiösen Veranstaltungen und Gedenkfeiern über Vorträge an Schulen bis hin zu Aktionen wie der „Spurensuche“ in Hückelhoven. Bei den „akustischen Stolpersteinen“ wird am 27. Januar in Erkelenz der Opfer des Naziterrors gedacht. Am 28. September, dem Tag des Flüchtlings, werden Flüchtlingsunterkünfte besucht und Gespräche mit den Bewohnern geführt. Sven Bildhauer aus dem Sprecherrat mahnte die Schaffung von Mitfahrgelegenheiten und schnellere Informationen an, um auch außerhalb des Kreisgebietes an Veranstaltungen teilnehmen zu können. Dies sei auch ein Schritt, um als Bündnis wahrgenommen zu und im Bedarfsfall auch angesprochen zu werden.

Der Sprecherrat wurde einstimmig bestätigt, wobei es aber noch personelle Umbesetzungen geben wird. Interessenten sind zur Mitarbeit eingeladen.

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