Das „Duell“ der beiden Abgeordneten: Wilfried Oellers für die CDU

Von: disch
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Christdemokrat Wilfried Oellers (l.) gewann bei der Bundestagswahl 2013 mit 53,4 Prozent der Erststimmen das Direktmandat im Kreis Heinsberg. Foto: imago/ipon, Gerhards

Heinsberg. Wilfried Oellers ist der „Titelverteidiger“. Vor vier Jahren hatte der Christdemokrat aus Heinsberg den Einzug ins Parlament geschafft. In diesen vier Jahren hat er „viele nette Kollegen“ kennengelernt, „viele positive Erfahrungen“ gemacht.

Dazu gehöre die Tatsache, dass „ich als Fachanwalt für Arbeitsrecht meine Expertise im Ausschuss für Arbeit und Soziales einbringen kann“. Mit guten Argumenten könne er Gehör finden. Was den Einsatz für die eigene Region angeht, ist Infrastruktur nach Ansicht von Oellers das Thema, „wo man als Bundestagsabgeordneter am meisten erreichen kann“.

So hat in seinem Rückblick die Aufnahme von allen vier Straßenbauprojekten aus dem Kreis Heinsberg in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans einen besonderen Stellenwert: Da sind die Ortsumgehungen Unterbruch, Scherpenseel (B221) und Baal (B57) sowie der vierspurige Ausbau des Teilstücks der B221 ­zwischen ­Geilenkirchen-Tripsrath und Anschlussstelle an A46/B56 n nahe Heinsberg. An der zügigen Umsetzung dieser Projekte – unter Berücksichtigung der Belange von Betroffenen – wolle er mitwirken.

Mit Blick auf die Bundespolizei verfolgt Oellers ein ganz konkretes Anliegen: Die Inspektion Aachen müsse wieder auf 100 Prozent aufgestockt werden („Die Personalsituation kann so nicht bleiben!“). Wenn dies geschehen sei, sollte es – so seine Forderung – einen speziellen Standort für den Kreis Heinsberg geben, an dem Bundespolizisten auch ihren Dienst beginnen könnten. Denn: Die Anreise in den Kreis sei „vertane Zeit“.

Mit einem Standort im Kreisgebiet würde mehr Präsenz – und damit eine verstärkte Kontrolle der „grünen Grenze“ – möglich, so die Überlegung von Oellers, dem bewusst ist: „Ich werde hart dran arbeiten müssen, aber ich bin zuversichtlich, dass man das hinbekommen kann.“

Als Wahlkreisabgeordneter sieht sich Oellers, der starke Wirtschaft und solide Finanzen, Familienförderung, mehr Sicherheit und Ordnung sowie die Stärkung ländlicher Räume und die Unterstützung des Ehrenamtes als zentrale Projekte im CDU-Programm betrachtet, in einer „Vermittlerrolle“. Er will einerseits Themen und Vorhaben der Bundespolitik den Bürgern nahebringen, andererseits deren Anliegen und Fragen nach Berlin tragen.

Oellers – gerade 42 Jahre alt geworden – hat die Ausübung des Mandats nach eigenen Angaben „langfristig angelegt“. Der Wahlkreis 89 Heinsberg gilt als „sichere Bank“ für die CDU. Auf die Frage nach seinem Ziel für den Wahltag am 24. September reagiert er trotzdem vorsichtig. Er wolle gegenüber den Bürgern „mit Respekt und Demut“ auftreten, betont er. Natürlich wolle er wieder das Direktmandat holen.

Sein Erststimmenergebnis von 53,4 Prozent 2013 sei ein „Vertrauensvorschuss“ gewesen, das Resultat jetzt werde er als „Arbeitszeugnis“ betrachten. Da wäre es aus seiner Sicht schön, wenn das Ergebnis von 2013 bestätigt und die Union – damals mit 49,3 Prozent knapp an der 50-Prozent-Marke gescheitert – diese wieder überschreiten würde.

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