Kreis Heinsberg - „Dankeschön-Veranstaltung“ zum Internationalen Tag der Pflegenden

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„Dankeschön-Veranstaltung“ zum Internationalen Tag der Pflegenden

Von: disch
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Ein Gespräch rund um das Thema Pflege: Die Moderatoren Jürgen Hutmacher und Manuela Garbrecht befragten NRW-Ministerin Barbara Steffens, Erwin Rüddel aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volkhard Dörr von der Stabsstelle des Kreises und AOK-Regionaldirektor Herbert Löscher. Foto: Passage
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Gut gefüllt war die Aula in Hückelhoven bei der „Dankeschön-Veranstaltung“ zum Internationalen Tag der Pflegenden – auch schon beim Grußwort von Landrat Stephan Pusch. Foto: Passage
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Auch Hastenraths Will alias Christian Macharski fand lobende Worte für die Pflegenden. Foto: Passage

Kreis Heinsberg. Hastenraths Will alias Christian Macharski brachte in seiner Laudatio auf die Pflegenden („Ihr gehört zu die Guten!“) eine Botschaft des Tages auf den Punkt: „Was wären die Omas und Opas dieser Welt ohne die Pflegenden und ohne das nötige Geld?“

Zum Internationalen Tag der Pflegenden hatte Manuela Garbrecht, Ausbildungskoordinatorin der St.-Gereon-Seniorendienste, die Idee zu einer „Dankeschön-Veranstaltung“ entwickelt, für sie am Montag in der Hückelhovener Aula mit viel Applaus bedacht wurde. Angesichts der Tatsache, dass es zu diesem Tag so viele Protestaktionen gebe („Zu Recht“, so Garbrecht, wir brauchen Veränderungen!“) habe sie sich überlegt, etwas Positives, etwas Schönes zu machen – ganz nach der Devise: „Schenken wir uns selber etwas Wertschätzung!“

So sei ihre Idee immer größer geworden. Und sie habe ganz viel Unterstützung erfahren – auch von den Schirmherren: Landrat Stephan Pusch und Bürgermeister Bernd Jansen. Die beiden Kommunalpolitiker gehörten denn auch zu denen, die viele Worte des Lobes und des Dankes für die Pflegenden – ob in Einrichtungen oder in Familien – fanden: „Ohne Sie würde gar nichts laufen“, sagte Pusch. Jansen bekräftigte diese Einschätzung: „Sie machen einen tollen Job!“

In diesen Tenor stimmten die Teilnehmer der von Jürgen Hutmacher und Manuela Garbrecht moderierten Gesprächsrunde ein: „Diese Gesellschaft wird nicht funktionieren ohne professionelle Pflege“, sagte die nordrhein-westfälische Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens; die Politikerin der Grünen fand die Idee zu dieser Veranstaltung „klasse“. In der Pflege zu arbeiten, sei kein Beruf wie jeder andere, habe etwas mit Berufung zu tun. Aber mit Blick auf die Rahmenbedingungen stellte die Ministerin fest: „Es bleibt noch viel zu tun.“

Erwin Rüddel, pflegepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, skizzierte die Schritte, die von der Politik in dieser Legislaturperiode unternommen würden, um die Situation der Pflege grundlegend zu verbessern. Wichtig sei, dass mehr Geld, das in die Pflege investiert werde, „am Bett ankommt“ und helfe, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dazu gehöre einerseits ordentliche Bezahlung, aber auch mehr Kollegen („Mehr Hände!“), mehr technische Assistenz und mehr Zeit für Zuwendung.

Dass die Gelder bei den Pflegenden ankommen, wünschte ihnen auch AOK-Regionaldirektor Herbert Löscher. Der Beruf müsse aber auch Anerkennung erfahren. Das Berufsbild werde sich positiv verändern, zeigte sich Löscher überzeugt, „weil wir den Bedarf erkennen“. Nachwuchs für den Pflegeberuf zu finden ist nach Ansicht der Ministerin möglich: „Die jungen Menschen sind motiviert.“ Aber Steffens fügte hinzu: „Wir müssen mehr tun, dass die Menschen in diesem Beruf bleiben.“ Abbrüche aus Frust „können wir uns nicht leisten“.

Volkhard Dörr von der Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung des Kreises Heinsberg plädierte für einen Austausch auf Augenhöhe: „Wir müssen die Probleme gemeinsam lösen.“ Der Kreis setze dabei mit den Kommunen und allen anderen Akteuren in der Quartiersentwicklung auf kleine, überschaubare Strukturen. Dabei werde es nicht um mehr stationäre Pflege gehen, vielmehr werde die häusliche Versorgung optimiert, damit die Menschen so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung leben könnten.

Doch bei allem Ernst in der Diskussion sollte es bei dieser „Dankeschön-Veranstaltung“, zu der rund 700 Karten verteilt worden waren, natürlich auch lustig zugehen – und es sollte gefeiert werden, „was das Zeug hält“, so Manuela Garbrecht: ­Hastenraths Will und die Coverband Booster, die in der Mehrzweckhalle aufspielte, machten‘s möglich.

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