Dankbarkeit für Einheit: Freiheit nicht selbstverständlich

Von: agsb
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Ehrenvorsitzende der Vereine pflanzten zusammen mit Heinrich Aretz eine deutsche Eiche auf dem Großen Pley. Foto: agsb
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Wilfried Oellers und Leo Dautzenberg (r.) hissten die Deutschlandflagge in Birgden. Foto: agsb

Gangelt-Birgden. Im Anschluss an die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen den Gemeinden Gangelt und Sohland wurde das Fest der deutschen Einheit gefeiert. Vereinsnachwuchs und Schulkinder trugen in einem Festzug vier Fahnen vom Bürgerhaus zum Großen Pley.

 Dort hatten sich bereits viele Birgdener und Gäste versammelt. Unter musikalischer Begleitung wurde zunächst die Flagge der Gemeinde Gangelt von Bürgermeister Bernhard Tholen und Präses Daniel Wenzel gehisst, anschließend die Flagge der Gemeinde Sohland an der Spree von Matthias Pilz und Hagen Israel. Danach gab es ein Wiedersehen mit dem einstigen Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg, der zusammen mit dem jetzigen Abgeordneten Wilfried Oellers die Deutschlandflagge in die Höhe. Die Europaflagge hissten dann Peter Brüser und Markus Harig, beide Mitgründungsväter der Partnerschaft zwischen Gangelt und Sohland.

„,Einigkeit, Recht und Freiheit‘ ist für die Kinder und Jugendlichen nur ein Vers. Die Älteren unter uns wissen, dass ,Einigkeit, Recht und Freiheit‘ vor 25 Jahren bei Weitem noch keine Selbstverständlichkeit gewesen ist. Dass wir gemeinsam dann in Ost und West dieses Geschenk erhalten haben, war auch keine Selbstverständlichkeit.“

Deshalb sei es mehr als angemessen, in Dankbarkeit solch ­einen Tag zu feiern, so Harig, der heute Landrat in Bautzen ist. Der frühere Bürgermeister von Sohland sagte mit Blick auf die Asyl­suchenden, die ihre Heimat und ihre Kultur verlassen würden, um eine Zuflucht zu finden: „Wir im Osten erinnern uns an die Zeit vor 25 Jahren, als fast drei Millionen Bürger aus der damaligen DDR hier im Westen Arbeit und eine neue Heimat suchten und fanden.“ Harig weiter: „Wir müssen die deutsche Einheit pflegen!“

Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers hielt im Bürgerhaus die Festrede und blickte auf den Wert der deutschen Einheit. „Der 3. Oktober ist ein historischer Tag der deutschen Geschichte und soll erinnern, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist“, so Oellers. Den Menschen, die 1989 auf friedliche Weise für Recht und Freiheit in der DDR gekämpft hätten, gelte allerhöchster Respekt: „Sie haben ein Tor zu einer neuen Epoche in ­Europa aufgestoßen.“

Ein weiterer Festakt war die Pflanzung einer deutschen Eiche durch die Ehrenvorsitzenden einiger Vereine. Anschließend wurde es feierlich. Unter dem Spiel des Tambourcorps marschierten Musikverein und Schützen vom Feuerwehrhaus zum Großen Pley. Es folgte mit dem großen Zapfenstreich eine beeindruckende Zeremonie. Und dann wurde zur Krönung ein grandioses Feuerwerk ­gezündet.

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