Kreis Heinsberg - Dank Malerei wieder Freude am Leben: Ausstellung

Dank Malerei wieder Freude am Leben: Ausstellung

Von: jwb
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Elsbeth Djata mit ihrem Pfleger Nikolai Jackels und einem ihrer Werke bei der Eröffnung der Ausstellung in den Räumlichkeiten des Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrums in Heinsberg an der Hochstraße. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Im Mittelpunkt einer kleinen Feier im Heinsberger Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum (SFZ) stand am Dienstag – am Tag des Ehrenamtes – die 77-jährige Elsbeth Djata.

Mit ihr freuten sich Heike Ingendorn, die Leiterin des Sozialen Dienstes im Altenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Heinsberg, Birthe Schnittker von der Selbsthilfe-Kontaktstelle im SFZ, Verwandte und Freunde sowie Mitarbeiter der Einrichtungen über die Eröffnung einer Kunstausstellung mit dem Titel „Leben“. Die Bilder sind Werke von Elsbeth Djata, die mit der Malerei wieder Freude am Leben gewonnen hat.

„Das ist heute der erste Ausflug von Elsbeth Djata außerhalb unserer Einrichtung“, erklärte Heike Ingendorn. Elsbeth Djata sitzt im Rollstuhl und benötigt rund um die Uhr Sauerstoffversorgung. Die Bewohnerin des AWO-Altenzentrums habe einen langen Leidensweg hinter sich, berichtete Ingendorn. Den Kontakt zum SFZ hatte sie geknüpft.

Die Präsentation der Bilder von Elsbeth Djata, die sowohl im Fenster ausgestellt sind wie auch rundum die Wände schmücken, haben feste wie ehrenamtliche Mitarbeiter organisiert. Das SFZ will mit Ausstellungen in seinen Räumlichkeiten Bürgerinnen und Bürgern sowie sozialen Einrichtungen und Vereinen, insbesondere ehrenamtlich Tätigen wie auch Engagierten aus dem Bereich Selbsthilfe, die künstlerisch aktiv sind, ein Forum bieten.

„Ich habe nie einen Malkurs besucht“, erklärte Elsbeth Djata. Auch wenn sie schon als junges Mädchen gerne gezeichnet habe, sei die kreative Tätigkeit für lange Jahrzehnte nicht mehr Bestandteil ihres Alltags gewesen. Noch vor nicht allzu langer Zeit sei sie so krank geworden, dass sie allen Lebensmut verloren habe und nur noch bettlägrig gewesen sei. „Ich habe immer Luftnot gehabt und die letzte Ölung bekommen. Ich lag schon im Sterben“, erzählte die gläubige Christin.

Und sie glaubt fest daran, dass sie in dieser Situation einen Engel getroffen habe, der ihr gesagt habe, dass sie noch weiterleben werde. Sie habe sich erholt, könne nun wieder im Rollstuhl sitzen und habe die Angst zu sterben verloren. Zudem habe sie das Malen wieder angefangen. „Wenn ich wach werde, dann fange ich schon an zu malen und zeichnen.“ Und das Malen lasse sie ihre Angst vergessen, keine Luft zu bekommen. „Ich bin ein glücklicher Mensch“, sagte sie mit strahlendem Lächeln. Mit Porträts von Menschen aus ihrer Umgebung, mit Bildergeschichten, die sie für Kinder malt und ihnen schenkt, gebe sie ein Stück des Glücks, das sie empfinde, wieder zurück. Sie genieße es, an diesem Tag im Kreis der Menschen zu sein, die sich mit ihr über ihren Lebensmut freuen.

Einer dieser Menschen war am Dienstag ihr Pfleger Nikolai ­Jackels. Ihn bat sie, eines ihrer Werke zu halten, welches besonders gelungen ist: das Abbild eines Papageis.

Wer die Bilder von Elsbeth Djata sehen will, kann dies während der Adventszeit im SFZ in Heinsberg an Hochstraße 24.

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