Coworking-Space: Raum für neue Ideen

Von: Anna Petra Thomas
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Mehr als 100 Interessenten kamen zur Präsentation des neuen „Coworking-Space“ in den Räumen der Kreissparkasse Heinsberg. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Über 100 Interessenten kamen zur Präsentation eines neuen "Coworking-Space" in Heinsberg. Die anmietbaren Arbeitsplätze öffnen Anfang Oktober im Gebäude der Kreissparkasse. Sechs von sieben Räumen sind schon dauerhaft vermietet. „Werkbank“ ist der Name des neuen Angebots für kreative Köpfe der Region, die sich mit Gleichgesinnten vernetzen oder an einem gemeinsamen Projekt arbeiten wollen.

Als „Coworking“ wird die neue Arbeitsform bezeichnet, bei der ein Anbieter wie in Heinsberg jetzt die Kreissparkasse nur Arbeitsplätze und die dazu gehörige Infrastruktur wie Räume, Telefon, Internet, Drucker, Kopierer, Beamer und Scanner zur Verfügung stellt oder sogar die Post annimmt.

Eröffnet wird die neue Einrichtung für den Kreis Heinsberg Anfang Oktober durch NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Weit mehr als 100 Interessenten waren aber schon jetzt der Einladung zu einer Art „Preview“ auf Facebook und in einem Newsletter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) gefolgt. Thomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse und Ideengeber für die Werkbank, begrüßte die Gäste zunächst im großen Veranstaltungsraum des Geldinstituts.

„Tore auf!“, nannte er diese erste Veranstaltung der Werkbank. „Zu einer Sparkasse passt besser ein deutscher Begriff, aber ich sage dann auch mal ‚Coworking‘, damit jeder weiß, was gemeint ist“, schmunzelte er in die Runde und legte am Rednerpult seine Krawatte ab. „Das ist ja heute eher informell.“ Mehr dürfe man aber von einem Sparkassenchef nicht verlangen, fügte er gleich hinzu.

Der Umzug der Marketingabteilung von Heinsberg in das neue Gebäude der Kreissparkasse nach Erkelenz habe in Heinsberg 600 Quadratmeter Platz geschaffen und die Idee hervorgebracht, hier einen Platz für die neue Arbeitsform des „Coworkings“ zu schaffen, erklärte Pennartz. Ausführlich habe er den Gedanken zunächst mit Ulrich Schirowski von der WFG diskutiert.

Anrufe bei mehreren Unternehmen hätten dann gleich viele Zusagen zur Nutzung der Werkbank eingebracht. So konnte er auf einer Stellwand bereits die Logos mehrerer Partner der neuen Einrichtung präsentieren, darunter auch unser Medienhaus. Von da an ging‘s zusammen mit Harald Brock, Direktor der Hauptabteilung Marketing bei der Kreissparkasse, an die Umsetzung des innovativen Projekts. „Das ist auch für uns etwas ganz Neues“, betonte Pennartz.

Nachdem Stephan Otto (Otto Gourmet) von seiner Unternehmensgründung mit seinen Brüdern Wolfgang und Michael berichtet hatte, ging‘s für alle eine Etage tiefer. An der Empfangs-Werkbank mit Hammer und Schraubenzieher war beim „Preview“ schon ein DJ aktiv. Vorbei an einer Mini-Arena und einer mit unzähligen Zahnrädern farbig bemalten Säule fiel der Blick auf die Insel in Form eines großen Tischs mit zehn Plätzen, vor allem aber auf eine riesige mit schwarzer Tafelfarbe und weißer Kreide bemalte Wand.


Sie bietet künftig den „Coworkern“ Platz, alle neuen Ideen, die in der Werkbank entstehen, gleich zu dokumentieren. Weitere Hingucker in der neuen Einrichtung sind die gelbe Telefonzelle, wo jeder Besucher telefonieren kann, ohne andere zu stören, und die Interviewecke im Stil von Omas Wohnzimmer in den Sechzigern.

Sechs von sieben Räumen, die Brock als das „Fundament“ der Werkbank bezeichnet, hat die Kreissparkasse schon dauerhaft vermietet, zwei an eine Werbeagentur sowie je einen an einen Fotografen, eine Social-Media-Agentur, einen Suchmaschinen-Optimierer und einen Webdesigner. Flexible Arbeitsplätze bietet sie derzeit zehn, „mit der Option auf Erweiterung“, betont Brock und freut sich, dass dieses Angebote schon jetzt rege genutzt wird. Hinzu kommen auch noch mietbare Konferenzräume, hier als Workshop-Räume bezeichnet, die Anfang kommenden Jahres noch interessanter gestaltet werden sollen.


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