Coole Typen auf schmalen Brettern an heißen Tagen

Von: pia
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Florian, Nils, Philipp, Christian, Normen, Sebatian und Jens wünschen sich eine Renovierung. Foto: Pia Wilbrand

Hückelhoven. Es ist 20.15 Uhr, das Licht wird gerade dämmrig, aber die Temperaturen kühlen nur allmählich ab. Auf dem Skatepark in Hückelhoven Am Landabsatz hört man Räder über Asphalt rollen, den Absprung, die Landung des Skateboards und dann: nichts.

Der Sprung mit dem Skateboard ist geglückt. Skater sind cool, die jubeln selten. Flüche vernimmt man dagegen häufiger.

Nämlich wenn ein Trick nicht gelingt und der Fahrer sich über sich selbst ärgert. Denn die sieben jungen Männer zwischen 19 und 22 Jahren wollen zeigen, dass sie was drauf haben.

Auch Mädchen treffe man ab und zu an, nicht nur als Zuschauer. Der Mut der Skater ist beeindruckend. Scheinbar ganz ohne Bedenken stürzen sie sich auf ihren Brettern zwei Meter hohe Rampen hinunter. Sogar das Landen auf dem Board klappt - meistens.

Schürfwunden sind ganz alltäglich, aber Florian Ewerdwalbesloh wurde vor Kurzem sogar vom Krankenwagen abgeholt, weil er nach einem Sturz auf sein Steißbein seine Beine nicht mehr bewegen konnte.

Er grinst, denn an sein Skateboard haben die Sanitäter gedacht und nach drei Tagen konnte er wieder laufen und sitzen. Auf Sicherheitsabstände wird geachtet, aber Schutzkleidung trägt niemand. „Ach, irgendwann merkst du´s gar nicht mehr, wenn du dir das Skateboard gegen´s Bein haust oder dir was aufschürfst. Bist dann irgendwie abgehärtet.”, versucht Nils Wilbrand zu erklären.

Er und Florian Ewerdwalbesloh lachen, denn „die meisten Leute hören bald wieder auf, wenn sie merken, wie oft man sich wehtut. „Da musste durch. Das ist nur am Anfang doof und du hast erstmal keinen Bock mehr, weiterzumachen.”

„Schreib, dass wir hier mal ne Renovierung vom Park brauchen. Vielleicht bringt das was bei der Stadt”, fordert Nils Wilbrand. „Oder am besten, dass hier alles abgerissen wird und jemand sich drum kümmert, der Ahnung hat”, ergänzt Sebastian Vetter. Die Ausläufer der Rampen müssten nämlich eigentlich einen fließenden Übergang zum Asphalt bilden, da die Kanten sonst zu scharf seien.

Es habe schon häufiger deswegen Verletzte gegeben. „Aber darum wird sich leider nur einmal im Jahr vor dem Contest gekümmert”. Trotzdem gefällt ihnen der Park in Hückelhoven besser, als der in Erkelenz oder Wassenberg.

Nur die „unnötige” Grünfläche könne man asphaltieren, um einen größeren Platz zu haben. Jens Scheuvens und Christian Schnitzenbaumer sind extra aus Gangelt gekommen und Normen Lamertz sogar aus Waldfeucht. „Bei uns in der Ecke gibt´s halt nix, wo man so fahren könnte.”
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