Con brio-Konzert: Trio Melange spielt in der Hückelhovener Aula

Von: Pia Wilbrand
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Hückelhoven. Die Musikerinnen wiegen sich seicht zum Spiel ihrer Musik. Wie Schilf im sanften Frühlingswind wirken sie beruhigend, fast hypnotisch.

So setzte das Trio Melange die eigens für sie komponierte viersätzige Serenade „Schilfmusik” auch visuell auf der Bühne in der Aula des Gymnasiums Hückelhoven um. Das Werk greift die Geschichte des Hirtengottes Pan auf. Seine Angebetete Liebe Syrinx wurde aus verschmähter Liebe zu ihm in ein Schilfrohr verwandelt, aus dem Pan seine Syrinx, seine Panflöte, schnitzte, um damit seinen Liebeskummer zu beklagen.

Eine langjährige Freundschaft

Kurt Hopstein war lange Zeit Musiklehrer am Gymnasium und wurde zu dieser Komposition von einem früheren Auftritt des Trios bei „con brio”, den Freunden der Kammermusik Hückelhoven, inspiriert. Das glasklare, perfekt aufeinander abgestimmte Spiel von Claudia Bartz an der Oboe, Marlies Klumpenaar an der Klarinette und Ruth Krabbe am Fagott lässt die langjährige Freundschaft zueinander, das gemeinsame Studium an der Musikhochschule Köln und die Passion zur Kammermusik erahnen.

„Schilfmusik”, so Rudolf Lengersdorf, erster Vorsitzender von „con brio”, sei nicht nur wegen der Serenade von Kurt Hopstein Thema des Abends gewesen, sondern auch „eine Anspielung auf die Holzblasinstrumente, deren Mundstücke teilweise aus Schilf bestehen.” Der Name „Melange”, zu Deutsch „Gemisch” spiegelt das vielfältige und klangfarbige Repertoire des Trios wider.

Die Literatur bestand über die „Schilfmusik” hinaus aus der „Trio Es-Dur nach dem Bläsersextett op. 71” von Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozarts „Divertimento Nr. 4”, und der „Suite pour Trio d´Anche” von Alexandre Tansman. Erwin Schulhoff war mit seinem „Divertissement” ebenfalls vertreten. Zu Unrecht gehört er zu den in Vergessenheit geratenen Komponisten, war er doch einer der ersten Europäern, die Jazz-Elemente in seine Kompositionen integrierte.

Insgesamt wurde dem Publikum ein interessantes, abwechslungsreiches Programm geboten. „Leider hatten wir etwas Pech mit der Besucherzahl, vielleicht lag es am sehr guten Wetter, denn bei den letzten beiden Konzerten hatten wir jeweils über 150 Besucher.”, war der einzige Wermutstropfen für Rudolf Lengersdorf.
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