Computer soll bald den Weg zum Amt weisen

Von: defi
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Kreis Heinsberg. „Gut“, meinte Landrat Stephan Pusch in der ersten Sitzung des Kreisausschusses im großen Sitzungssaal des Kreishauses, „wagen wir den Einstieg in die digitale Zukunft.“

Hintergrund der scherzhaften Bemerkung des Landrats war ein Antrag der CDU-Kreistagsfraktion bezüglich der Einführung EDV-gesteuerter Wegweiser in der Kreisverwaltung Heinsberg.

Erwin Dahlmanns hatte zum Antrag seiner CDU-Fraktion ausgeführt, dass die Ausweisung des richtigen Weges zu einer Veranstaltung im Kreishaus mit vielen kleinen Zetteln wie „Nächste rechts“, „Zweite links“ und „dann 100 Meter geradeaus“ nicht mehr zeitgemäß sei.

In vielen kommunalen Verwaltungen sei man bereits dazu übergangen, EDV-gesteuerte Wegweiser im Hause zu installieren, insbesondere im Eingangsbereich und vor den Sitzungssälen.

Bürgerfreundliches Bild

EDV-gesteuerte Wegweiser trügen weiter zu einem bürgerfreundlichen Erscheinungsbild der Kreisverwaltung bei, argumentierten die Christdemokraten. Ralf Derichs schloss sich im Namen der SPD-Kreistagsfraktion diesem Vorschlag an. EDV-gesteuerte Wegweiser seien sicherlich eine elegantere Lösung als die von Dahlmanns geschilderten Hinweiszettel.

Walter Leo Schreinemacher (Freie Wähler) regte an, die „sehr schlechte Orientierung“ für Besucher des Kreishauses generell zu verbessern. Landrat Pusch brachte die „freundlichen Mitarbeiter“ der Kreisverwaltung ins Spiel, die orientierungslosen Besuchern sicherlich behilflich sein würden. Da sich auch die Kosten für EDV-gesteuerte Wegweiser im Rahmen halten würden, wird die Verwaltung deren Einsatzmöglichkeiten nun prüfen.

Der Kreisausschuss sprach sich für die Weiterführung der Grenzgängerberatung im Kreis Heinsberg aus. Beim „Grenzinfopunkt“ im Kreishaus beraten seit Januar dieses Jahres an zwei Tagen im Monat Experten zu Themen wie Sozialversicherung, Arbeitssuche und -aufnahme, grenzüberschreitende Steuerfragen und Umzug ins Nachbarland.

Die gute Auslastung mit bislang 30 Personen, die eine persönliche umfangreiche Beratung im Kreishaus erhielten, sprach für die Weiterführung der Grenzgängerberatung.

Den Antrag „Kräfte der Wirtschafts- und Tourismusförderung bündeln und für die Zukunft stärken“ hatte die FDP-Kreistagsfraktion eingebracht. Deren Vorsitzender Stefan Lenzen sieht noch Möglichkeiten, wie der Heinsberger Touristservice (HTS) von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WfG) profitieren könne.

HTS und WfG planen zwar gerade den Umzug unter ein gemeinsames Dach – im Kreissparkassengebäude in Heinsberg –, doch die von der FDP beantragte Integrierung des HTS in die WfG sei, so Landrat Pusch, aus rechtlichen Gründen nicht machbar.

„Keine rechtliche Möglichkeit“

Der „Reduzierung des Katzenelends im Kreis Heinsberg durch Kastration“ hatten die Grünen eine Anfrage gewidmet. Die ausführliche von Landrat Pusch verlesene Beantwortung der zu diesem Thema gestellten Fragen hatte das Ergebnis: „Nach der derzeitigen Rechtslage hat der Kreis gar keine rechtliche Möglichkeit, Katzenbesitzern eine derartige Pflicht aufzuerlegen.“

Nur die Landesregierung könne zurzeit den Katzenbesitzern eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen auferlegen. Für das bestehende Problem seien aber vor allem verwilderte Katzen verantwortlich, so der Landrat. Mit einem Projekt zur Kastration verwilderter Katzen befasse sich derzeit das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt.

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